Bryan Horne | divecuracao.info

Individuelle Tauchreisen und unvergessliche Taucherlebnisse auf Curacao

Bryan Horne und Maike Rosenthal treffen sich zum Interview im Hemingway auf Curacao

Bryan organisiert seit vielen Jahren erfolgreich unvergessliche und individuelle Erlebnis-Tauchreisen. Er und seine Firma Dive Curaçao/Dive Travel Curaçao arbeiten mit den besten Tauchresorts und Tauchshops der Insel zusammen. Bryan bietet Dir auf seiner Website umfangreiche Informationen und eindrucksvolle Videos zu allen Tauchspots auf Curaçao. Durch seine exzellenten Verbindungen zu den führenden Hotels/Unterkünften kann er Deine gesamte Reise zu „purem Luxus“ oder „nur Tauchen“ arrangieren. Und: Er ist vor Ort und immer für Dich da. Ein unschätzbarer Vorteil!

Im Interview haben wir Bryan über sein Angebot befragt und was es so besonders und einzigartig macht. Etwa eine Stunde lang beantwortete er geduldig unsere Fragen. Wir haben das Interview auf Englisch geführt. Das englische Original findet Ihr auf der Website von Bryan.

Schauen wir gemeinsam zurück auf einen Juninachmittag im Hemingways, das sich im LionsDive Beach Resort befindet:

Bryan Horne von Dive Curacao und Maike Rosenthal von Relaxed Curacao im Interview - Set-up an einem Tisch im Hemingway auf Curacao

Interview Set-up von Bryan und Maike auf der Terrasse des Hemingway

Kanadischer Geschäftsmann, Tauchlehrer und Meeresforscher

Unsere Besucher wissen nichts über Dich. Bitte stell Dich doch kurz vor.

Bryan: Sehr gerne. Mein Name ist Bryan Horne. Ich komme ursprünglich aus Kanada. Vor etwa 17 Jahren bin ich nach Curaçao gezogen, um meiner Leidenschaft, dem Tauchen, nachzugehen. Ich kam hierher, um bei den Ocean Encounters im LionsDive Hotel zu arbeiten. Und ich habe mich sofort in diese Insel verliebt.

Was ich vorher gemacht habe? Bevor ich nach Curacao kam, war ich die meiste Zeit meines Lebens im Verkauf tätig. Ich betreute ein Autohaus in Kanada. Als ich meinen Universitätsabschluss machte, war ich auch im Öl- und Gasgeschäft tätig. Und jetzt, nach fast 17 Jahren hier auf Curacao, hätte ich es nicht besser treffen können.

Hast Du schon getaucht, bevor Du nach Curacao kamst?

Bryan: Ja, um das deutlich zu machen: Als ich in Kanada war, habe ich viel getaucht. Ungefähr 80 % meiner Ausbildung habe ich in Kanada in den kalten Gewässern der großen Seen absolviert. Ich habe die Ausbildung zum Divemaster (Tauchführer) durchlaufen. Außerdem habe ich einige technische Kurse gemacht. Als ich dann Kanada verließ, wurde ich Master Instructor (Tauchlehrer) und Bootsführer. Ich habe also alle meine Fähigkeiten zusammengebracht, um in der Tauchbranche weiterzuarbeiten.

Weißt Du, in der Tauchbranche geht es um Taucher. Es geht nicht nur darum, Divemaster oder Instructor zu sein. Heute weiß ich zu schätzen, dass ich all diese verschiedenen Qualifikationen und Kompetenzen besitze. Denn jetzt arbeite ich nicht nur mit meinen Partnern oder den Tauchbasen zusammen, sondern bewerbe auch aktiv das Tauchen auf Curacao in mehr als sechs verschiedenen Ländern. Ich bringe Urlauber nach Curaçao und biete ihnen mit unseren Hotelpartnern und Tauchveranstaltern wirklich tolle Erlebnisse. Das ist wirklich cool!

Das, was Du mit Dive Curaçao machst, ist ein Projekt aus Leidenschaft. Was hast Du vorher hier auf der Insel gemacht?

Bryan: Ich war ein PADI Staff Instructor bei Ocean Encounters. Ich habe auch ein paar Unterkünfte gemanagt. Dann habe ich bei Go West Diving am westlichen Ende der Insel gearbeitet. Dort habe ich sieben Jahre lang die Tauchbasis geleitet.

Tauchboote der Tauchbasis Ocean Encounters im LionsDive Beach Resort auf Curacao

Tauchboote der Tauchbasis Ocean Encounters im LionsDive Beach Resort auf Curacao

Dann bekam ich die großartige Chance, nach Willemstad zurückzukehren. Hier war ich als Berater für einen anderen Tauchveranstalter tätig, ging aber auch drei Jahre lang mit Substation Curacao auf Expeditionen. Auf Curacao haben wir viel gearbeitet und zudem sind wir viel herumgekommen. Unsere Reisen führten uns nach Klein-Curacao, Bonaire, St. Eustatius, Saba und Dominica. Dabei haben wir einige wirklich coole Tiefseeexpeditionen in bis zu 300 Metern Tiefe unternommen und die Unterwasserwelt erforscht. Während dieser Zeit haben wir mit Smithsonian zusammengearbeitet.

Wie lange war Dein längster Aufenthalt unter Wasser, als Du mit Substation Curacao tief getaucht bist?

Bryan: Vielleicht acht oder zehn Stunden in einer durchschnittlichen Tiefe von 800-900 Fuß (250-275 Meter). Das war ziemlich cool. Das Leben dort unten ist wirklich interessant, auch die Struktur der Unterwasserlandschaft und das alles.

U-Boot in der Wartungshalle von Substation Curacao

U-Boot von Substation Curacao in der Wartungshalle

„Das ist das Schöne am Tauchen. Es spielt keine Rolle, ob man sich in zehn oder tausend Metern Tiefe befindet: Die Unterwasserwelt birgt so viele Geheimnisse. Gleichzeititg bietet sie aber auch so viele Möglichkeiten, zur Ruhe zu kommen und zu verstehen, dass unser Leben sowohl an Land als auch unter Wasser so eng miteinander verbunden ist.“

Die Möglichkeiten, die sich mir im Laufe der Jahre geboten haben, beflügelten meine Leidenschaft, weiterzumachen: mit coolen Organisationen zusammenzuarbeiten, die sich aktiv für Nachhaltigkeit und den Schutz der Meere einsetzen. Dieses Netzwerk kann ich auch für mein eigenes Unternehmen nutzen.

Die FAQ von Bryans Kunden waren der Startschuss für Dive Curacao

Deine Firma: Du bist der Gründer von Dive Curacao. Vielleicht kannst Du das mal beschreiben, wie das Ganze funktioniert und was es mit Deinen Partnern auf sich hat. Wer sind Deine Partner und wie bist Du auf die Idee gekommen, die Dive Curacao Website zu realisieren?

Bryan: Der Grund, warum ich Dive Curacao gegründet habe, war folgender: In den Jahren, in denen ich auf Tauchmessen war – sei es in Europa oder auch in Nordamerika – wussten viele Leute nicht, welche Vielfalt Curacao zu bieten hat. Und zum Teil hatten sie keine Ahnung davon, dass Curacao überhaupt existiert. Deshalb habe ich eine Plattform geschaffen, auf der alles zusammengeführt wird: nicht nur das Tauchen, sondern auch die Geschichte, die Kultur, die Restaurants, die Einkaufsmöglichkeiten – einfach alles. Dive Curacao bringt alles unter einen Hut, während es das Tauchen in den Mittelpunkt stellt.

Du kannst auf die Website gehen und über 70 der weltbesten Tauchplätze finden. Dazu kannst Du Videos und Bilder sehen sowie Beschreibungen lesen. Die Informationen sind nicht nur eine Auflistung der Tauchspots, wie man dorthin kommt und was man dort machen kann. Sondern auch die Geschichte, die hinter dem Tauchplatz steckt oder die Gegend, in der der Tauchplatz liegt.

Willemstad hat einen wirklich coolen Tauchspot namens Tarpon City. Dort finden Veranstaltungen wie Punda Vibes statt, aber meistens weiß niemand davon. Es ist sinnvoll, das mit einfließen zu lassen und es zu einem Teil der Kultur zu machen.

Screenshot von Bryans Homepage divecuracao.info

Screenshot von Bryans Homepage divecuracao.info

Es gibt noch weitere Gründe, warum ich Dive Curacao ins Leben gerufen habe. Viele meiner Kunden fragen mich immer wieder:

  • Was können wir unternehmen?
  • Wo sollen wir hingehen?
  • Wie sollen wir hinkommen?
  • Wo können wir ein Auto mieten?
  • Wo sollen wir übernachten?
  • Können wir Tauchpakete buchen?
  • Welchen Tauchanbieter sollen wir nehmen?
  • Sind die Tauchschulen zuverlässig, qualitätsorientiert, günstig etc…?

All das kannst Du auf Dive Curacao finden. Indem ich diese Idee weiterentwickelt habe, entstand Dive Travel Curacao. Dies ist der zweite Baustein, der das gesamte Reisekonzept beinhaltet.

Buchungsmöglichkeiten…

Bryan: Genau. Du kannst auf die Seite gehen, klicken und buchen. Inzwischen umfasst das Angebot 6 große Tauchresorts und 4 große Tauchbasen auf der Insel. Und das Spektrum reicht vom Bootstauchen bis hin zum Tauchen vom Ufer aus.

„Ich tauche immer noch. Nicht so viel, wie ich gerne würde, aber ich tauche immer noch.“

Ein auf Tauchen ausgelegtes Partnernetzwerk und seine USP

Deine engsten Partner – vielleicht magst du sie uns verraten?

Bryan: Derzeit arbeite ich mit dem „All-Inclusive“-Resort Sunscape Curaçao sowie mit ihrem Partnerhotel „Dreams“, dem „Zoetry Curaçao“ und dem „LionsDive Beach Resort“ zusammen. In letzterem sind wir ja gerade. Das Besondere an diesen Hotels ist, dass sie auch Tauchschulen direkt im Resort haben. Die anderen Hotels, mit denen ich zusammenarbeite, sind All West Apartments und Nos Krusero Apartments im Westen der Insel. Deren Tauchshop-Partner ist Go West Diving am Playa Kalki in Westpunt.

Lions Dive Beach Resort auf Curacao - Eingang am Strand

Lions Dive Beach Resort auf Curacao – Eingang am Strand

Dank Ocean Encounters, The Dive Bus, der das Tauchen an der Küste anbietet, und Go West Diving im West End, kann ich so ziemlich alles anbieten. Ich kann jedem sein persönliches Wunschangebot unterbreiten.

Wie ich meine Partner ausgewählt habe oder wie ich mit diesen Partnern Geschäfte mache, unterliegt einem Kriterienkatalog. Es geht dabei um Nachhaltigkeit, Qualität, einfache Zusammenarbeit, Kundenfreundlichkeit usw. Zudem müssen sie auch alle auf das Tauchen fokussiert sein.

Gründer und Geschäftsführer von Dive Travel Curacao zu sein – ist das jetzt Deine Vollzeitbeschäftigung?

Bryan: So gut wie, aber ich bin auch noch als Berater für verschiedene Tauchveranstalter auf der Insel tätig. Das betrifft vor allem das Destinationsmanagement. Ich berate auch im digitalen Bereich und entwickle digitale Strategien, entwerfe Websites, pflege sie usw. Es geht darum, eine komplette digitale Strategie zu entwickeln. Ich paketiere Dinge für sie, damit sie diese dann auch umsetzen und erfolgreich sein können.

Eine Art Marketing?

Bryan: Ja, seit elf Jahren. Das ist der andere Teil meiner Arbeit.

Was ist das Besondere an Deiner Website? Du hast eine sehr interessante Website und Du hast auch herausragende Videos. Erzähl mir von Deiner USP. Was unterscheidet Dich von den anderen Tauchanbietern hier auf Curacao?

Bryan: Kurzum, die Antwort lautet: Alles. Das absolute Alleinstellungsmerkmal von Dive Travel Curacao oder warum jemand überhaupt in Erwägung ziehen würde, Dive Travel Curacao zu nutzen, ist die Tatsache, dass Dive Travel Curacao nicht nur ein Tauchpaket oder einen Hotelaufenthalt anbietet. Wir bringen beides zusammen, wie vielleicht auch andere Anbieter, die es da draußen gibt.

Der Unterschied ist folgender: Ich biete das Tauchen, das Hotel und zusätzlich die Möglichkeit an, ein Auto zu mieten. Ich habe eine Partnerschaft mit DAN Europe, so dass wir eine Tauchversicherung offerieren können. Wir sind Partner von Reef Renewal Curaçao und spenden 1% des Buchungsbetrages, um die Wiederherstellung der Korallen hier auf Curacao zu unterstützen. Im Wesentlichen ist Dive Travel Curaçao ein One-Stop-Service für alle Deine Tauchurlaubs-Bedürfnisse.

Oh, das ist eine gute Sache!

Bryan: Zusätzlich kannst Du Dich entscheiden, ob Du die Spende nach eigenem Ermessen aufstocken möchtest. Aber Dive Travel Curaçao spendet tatsächlich in Deinem Namen. Somit kommt es Curacao zugute.

Außerdem lebe ich hier und bin ein Teil der Tauchgemeinschaft. Ich kenne so ziemlich jeden auf der Insel und kann dafür sorgen, dass ich am Flughafen bin, um Deinen Transfer zum Hotel zu organisieren. Darüber hinaus stelle ich sicher, dass Deine Tauchgänge genau so verlaufen, wie Du es wünschst. Wenn Du mich anrufst oder mir eine E-Mail schickst, sitze ich hier auf Curacao und werde mich um Dich kümmern. Ich bin da sobald Du gelandet bist, bis hin zu dem Zeitpunkt, an dem Du wieder abreist.

„Meine USP ist demnach die persönliche und soziale Komponente im direkten Kundenkontakt. Niemand anderes bringt diese Faktoren zusammen.“

Erst kürzlich habe ich mich mit der Caribbean Shark Coalition zusammengetan. Nun treten wir – im Namen meiner Beratungsfirma – als Curacao zusammen mit 35 anderen Ländern dafür ein, die Aufklärung und den Schutz von Haien und Rochen voranzutreiben. Es geht nicht nur darum, sie zu registrieren. Wir tun wirklich alles dafür, verständlich zu machen, dass Du nicht nur ein Tauchpaket oder einen Hotelaufenthalt buchst. Es ist eine Erfahrung.

Tauchspot Blue Room in der Nähe vom Mushroom Forest auf Curacao

Tauchspot Blue Room in der Nähe vom Mushroom Forest auf Curacao

Und die wunderschönen Bilder und Videos in den Beiträgen – wo bekommst Du die her?

Bryan: Ich habe mich mit einer Firma namens NaturePicsFilms zusammengetan, einer deutschen Firma mit Sitz in Westpunt Curacao. Mit ihnen kann man hervorragend zusammenarbeiten. In den letzten vier Jahren haben wir ein gemeinsames Projekt auf die Beine gestellt und ich habe direkt mit ihnen zusammengearbeitet. Ich wusste genau, was wir brauchten und haben wollten. Daraufhin haben wir beide das Filmmaterial erstellt. Wir haben alles zusammen geschnitten, und es hat sich für beide Unternehmen wirklich ausgezahlt. Wir können dem Betrachter oder dem Kunden oder wer auch immer nach Curacao zum Tauchen kommen möchte, ein schnelles Verständnis davon vermitteln, was ihn an einem bestimmten Tauchspot erwartet. Aus diesem Grund haben wir eine sechzehnwöchige Postkartenserie produziert. Wir haben Videopostkarten gemacht, die sich während Covid sehr gut etabliert haben. Aber wir haben uns dabei nicht nur auf die Tauchplätze konzentriert. Wir haben auch die Tauchshops, Hotels, Restaurants und Bars mit einbezogen – was man machen kann und wohin man gehen kann. Es war einfach großartig.

Auf die Videos auf Dive Curacao bin ich sehr stolz. Und wir hören nicht damit auf. Faktisch haben wir etwa 70 Tauchgebiete… wenn Du genau auf die Karte schaust, gibt es 76 bis 80 Tauchspots. Es sind nicht alles Weltklasse-Tauchspots, aber sie sind entweder vom Land oder vom Boot aus erreichbar. Wir können auch noch ein paar mehr ergänzen. Für einen normalen Touristen, der hierher kommt, sind 80 Tauchplätze auf der Insel… (ziemlich viel). Ich meine, man müsste jeden Tag, ich weiß nicht, wie viele Tage lang, tauchen, um alle zu entdecken.

Manta-Alarm in Westpunt

Die Inselbesucher haben ihre eigene Kultur und ihren kulturellen Hintergrund. Hast Du vielleicht eine Anekdote oder eine kuriose Geschichte für uns? Über etwas Besonderes, das Dir passiert ist und das Du nicht erwartet hättest?

Bryan: Das Ganze liegt schon ein paar Jahre zurück. Ein guter Freund von mir war mit seiner Frau aus Deutschland zu Besuch. Ich leitete zu dieser Zeit Go West Diving und bekam einen Telefonanruf. Er sagte:

„Wir haben hier ein Fischerboot, das gerade von einem Manta Rochen gestohlen wird.“

Bryan Horne erzählt Maike Rosenthal im Interview von einem Anruf und macht eine symbolische Geste

Bryan erzählt Maike von einem seltsamen Anruf

Ooops – o.k. (lacht)

Bryan: Ja, das ist wahr. Damals habe ich einfach den Hörer aufgelegt. Und dann bekomme ich wieder einen Anruf:

„Nein, ich meine es ernst. Das Fischerboot wurde von einem Manta Rochen gestohlen.“

Ich ging zum Ende des Docks und schaute hinunter, weil es in der Nähe der All West Apartments liegt, die etwa eine halbe Stunde von der Tauchbasis entfernt sind (zu Fuß). Ich schaue also auf das Meer hinaus und sehe das kleine Boot durch das Wasser fahren – ohne einen Menschen darauf! Daraufhin schnappte ich mir ein Crew Mitglied und stieg ins Boot. Wir fuhren hinaus zu dem kleinen Boot. Dann setze ich das Boot rückwärts an das kleine Boot heran. Ich schaute unter das Boot: Ein Manta, der schätzungsweise von der einen zur anderen Flossenspitze mindestens vier Meter breit war, schwamm darunter im dunkelblauen Wasser.

Aber der Manta war nicht mit dem Boot in Verbindung?

Bryan: Das Ankerseil hatte sich in einer der Flossen verfangen. Da sie sich dort gerne am Rücken schubbern, hob sich dabei der Anker. Und als der Manta davonschwamm, zog er das Boot mit sich. Also machten wir den Anker los, banden unser Boot daran fest und zogen es zurück ans Ufer. Interessant wird die Geschichte dadurch, dass mein Freund und sein kleiner Sohn von den All West Apartments herunter kamen und an den Strand gingen. Sie schauten uns zu, weil wir mit dem Boot sehr weit ins flache Wasser kamen. Und dann fängt dieser Vier-Meter-Manta an, im seichten Wasser zu spielen. Wenn man ihn im Flachwasser spielen sieht, kommen die Spitzen der Flossen nach oben. Dann sieht das aus wie zwei Haie, nicht wahr? Er schwimmt ganz nah am Ufer, direkt vor dem Kind – dem Kind meines Freundes, das vielleicht 4 Jahre alt war. Noch dazu schwamm er direkt unter der Wasseroberfläche. Das war ein unglaubliches und unvergessliches Erlebnis. Weil man so etwas nie zu sehen bekommt. Wer kann schon so eine Geschichte erzählen? Ich meine, es ist einfach eine verrückte Geschichte.

Und ich glaube, Ihr kennt ihn sogar. Er ist auch ein Freund von Euch.

Ist es Alex? Das kann nicht wahr sein!

Bryan: Doch! Wir haben ein Video! Alex hat das Video. Ihr müsst ihn nur darauf ansprechen. Es ist schon viele Jahre her – war echt cool.

Wenn Du relaxed bleibst, kommt die Insel zu Dir

Was würdest Du über die Leute sagen, die nach Curacao kommen? Was ist typisch deutsch oder was ist typisch holländisch, kanadisch, nordamerikanisch? Über ihr Verhalten oder Sonderwünsche – gibt es da etwas?

Bryan: Nein. Weißt Du, das Beste an Curacao ist, und ich glaube, das kann Dir jeder sagen: Curacao ist sehr offen und freundlich und Taucher sind es auch. Curacao ist wirklich ein Schmelztiegel von jedermann. Wirklich, komm und genieß es!

Ein großes Hindernis, das ich vor allem bei einigen nordamerikanischen Kunden beobachtet habe, ist: Sie sind permanent getrieben und möchten immer sofort eine Antwort zu diesem und jenem Thema haben. Wenn Du kommst, versuche, nicht in diesen Mustern zu denken. Entspann Dich, genieße, sei geduldig. Sei besonnen, und es wird großartig werden. Hier geht alles langsam. Ich meine, wenn Du z.B. einen Termin um drei Uhr hast, dann besteht die Chance, dass es drei oder fünf Uhr wird. Alles klar? Ich mein ja nur. So läuft es hier einfach. Allerdings gilt das in manchen Kulturen als unhöflich. Dort sollte man fünf Minuten zu früh dran sein oder man ist pünktlich.

“Hey, einfach relaxen! Wir kriegen das schon hin!”

Und wo möchtest Du mit Dive Curacao hin? Was sind Deine nächsten Ziele und Erwartungen?

Bryan: Das verrate ich dir, wenn ich dort bin (lacht).

Geheim – streng geheim, o.k.

Bryan: Um es ganz klar zu sagen: Ich genieße es, ein Botschafter für Curacao zu sein – für das Tauchen hier auf Curacao. Es macht mir sehr viel Spaß, Reisen für Kunden so zu gestalten, dass sie wirklich alles auf Curacao erleben können. Und letztendlich denke ich, dass jeder die Möglichkeit haben sollte, Curacao über und unter Wasser zu entdecken.

Auf Curacao kühlen und in Europa wärmen

Dann hätte ich da noch ein paar persönliche Fragen. Du bist hier nicht nur geschäftlich tätig. Du lebst auch hier. Das hier ist eine heiße Insel. Wie erholst Du Dich von der Arbeit? Wie sieht Deine Strategie aus, um Dich abzukühlen, runterzukommen, Dich frisch zu fühlen…

Bryan: Das Wunderbare am Leben hier ist, dass man sich tatsächlich an das Klima gewöhnt. In Curaçao haben wir einige wirklich heiße Monate. Im August und September ist im nördlichen Teil der Karibik Hurrikan-Saison. Das bedeutet, dass ein Großteil der Winde, die wir normalerweise haben, verschwinden wird. Die östlichen Passatwinde, welche die Insel kühl halten, werden im September allmählich verschwinden. Dann heizt sich die Insel auf. Aber wie Du weißt, leben wir draußen. Meistens finden wir immer irgendwo Schatten, und ich glaube, das ist wirklich das Wichtigste. Außerdem bewegen wir uns im Allgemeinen etwas langsamer. Und um 5 Uhr nehmen wir immer ein kühles Getränk zu uns.

Bier oder Wein?

Bryan: Definitiv Bier.

Was ist Deiner Meinung nach das hiesige Nationalgetränk – alkoholisch und alkoholfrei? Was ist das Lieblingsgetränk hier auf Curacao?

Bryan: Viele nennen den Blue Curacao und die verschiedenen Geschmacksrichtungen der Curacao-Destillerie, weil er weltweit sehr bekannt ist. Aber ich denke, eines der Lieblingsgetränke ist zweifellos Bier. Unterschiedliche Menschen haben diesbezüglich unterschiedliche Vorstellungen. Die beliebteste Marke auf Curacao ist Polar.

Deine Wahl?

Bryan: Ja, ich trinke es gerne. Alkoholfrei? Das (Awa di) Lamunchi ist ziemlich…

Beliebt.

Bryan: Ja. Weißt Du, es wird ständig viel davon getrunken, sowohl zu Hause als auch…

Überall.

Bryan: Ja, weil man es sehr leicht selbst machen kann.

Eine typische Frage in Deutschland ist: Wenn Du auf eine einsame Insel gehen müsstest und nur drei Dinge mitnehmen könntest, welche wären das? Aber ich möchte Dich fragen: Wenn Du nach Europa gehst, in eine kalte europäische Hauptstadt, was sind die drei Dinge, die Du dort mitnehmen würdest?

Bryan: Oh wow – ich nehme…(lacht) eine Strickmütze mit, denn ich mag keine Kälte. Vor Jahren, als ich noch in Kanada lebte, habe ich mir Erfrierungen an den Ohren zugezogen. Ich brauche also definitiv eine Mütze. (2.) Schuhe, weil ich hier keine Schuhe trage.

Bryan Horne deutet mit einer Geste an, dass er eine Wollmütze braucht - Maike Rosenthal reagiert darauf

Bryan braucht für eine Reise nach Europa eine Mütze

Richtige Schuhe.

Bryan: Ja, richtige Schuhe. Ich trage hier keine Schuhe. Die meiste Zeit über trage ich Sandalen. Als Drittes: Ich glaube, mein Telefon – um ein Taxi zu rufen, das mich zum nächsten warmen Ort bringt. (beide lachen)

Bryans kulinarische Tipps auf Curacao

Wir haben die Getränke abgehandelt. Was ist Dein Lieblingsessen hier auf der Insel?

Bryan: Das kommt ganz darauf an. Jeder würde sagen, dass es all die Gerichte der verschiedenen Nationalitäten sind. Es gibt einige lokale Spezialitäten, aber auch so viele verschiedene Standardspeisen. Ich kann auch nicht wirklich etwas Konkretes über ein bestimmtes Essen sagen, aber ich habe meine Lieblingsrestaurants, wie zum Beispiel das Kome. Es zählt zu meinen Favoriten. Sie haben ein Brisket (Rinderbrust) auf der Speisekarte, bei dem ich mich nicht mehr genau erinnere, wie viele Tage sie es langsam schmoren oder garen, bevor sie es servieren. Ich glaube, es sind vier oder fünf Tage. Wenn man es probiert, ist es wie Butter im Mund – es zergeht regelrecht auf der Zunge.

Zusätzlich gibt es noch andere Orte wie den BBQ Express, der ab 7 oder 8 Uhr abends geöffnet ist und den ich auch sehr mag. Denn das ist ein echtes Curacao Food Truck Erlebnis.

Was meinst Du damit genau?

Bryan: Es handelt sich um einen Straßenstand. Du gehst dorthin und bestellst bei einem Mann, der Dir Dein Essen übergibt. Mittlerweile haben sie nachhaltige Verpackungen für die Take-away-Behälter, was fantastisch ist. Weißt Du, es ist wirklich ein tolles Essen. Irgendwie wärmt es Dir den Bauch. Es gibt Dir ein gutes Gefühl. Wohlfühlessen, würde ich sagen.

Eine weitere Anlaufstelle wäre das Iguana Café in der Innenstadt. Dort gibt es eine Fleischplatte oder eine gemischte Platte. Aber es geht dort gar nicht so sehr um das Essen, denn das ist wirklich gut. Sondern auch um die Atmosphäre, die einen umgibt, wenn man im Iguana Café sitzt. Du bist dort nämlich direkt an der Handelskade und schaust auf die Brücke (Königin-Emma-Brücke) oder auf das Wasser (St. Anna Bay). Es ist so angenehm, dort mit Freunden zusammenzusitzen und zu entspannen.

Und die Krönung ist wohl das Sol Food in Westpunt. Ich liebe diesen Ort, weil ich die Leute dort schon ganz lange kenne. Sie sind sehr gute Freunde. Außerdem kann ich dort immer Lionfish (Rotfeuerfisch) essen oder die berühmte Pizza, die es dort gibt. Und wieder einmal ist es das, was alle Restaurants gemeinsam haben: Es ist wirklich herrlich, dort zu sein. Du kannst mit deinen Freunden in einer angenehmen Umgebung abhängen, gesellig sein und wirklich fabelhafte Essen genießen.

Welches ist Dein Lieblingsradiosender hier auf der Insel?

Bryan: Ich denke, Paradise FM. Ansonsten höre ich meistens Spotify im Auto.

Diese Strände sind echte Geheimtipps

Dein Lieblingsstrand?

Bryan: Entweder Shon Mosa oder Manzalina in San Juan. Das liegt vor allem daran, dass sie sehr abgelegen sind und nicht viele Leute dort hingehen. Von den allgemein bekannten Stränden würde ich wahrscheinlich Cas Abao, Porto Mari und vielleicht auch Blue Bay nennen.

Aber hier im LionsDive, das muss ich ganz ehrlich sagen, liebe ich das Tauchen vom Strand aus. Außerdem liebt es meine Tochter, hier Zeit zu verbringen, weil sie einige Freunde in der Gegend hat. Es ist ein schöner, sicherer Ort, an dem wir schnorcheln, tauchen und dergleichen gehen können.

Taucher im Hemingway, der Beach Bar des Lions Dive Beach Resorts auf Curacao

Total normal: Taucher laufen durch die Hemingway Beach Bar

Hast Du drei Geheimtipps auf Curacao, die nicht so bekannt sind und die Du Besuchern empfehlen würdest? Geheime Orte oder versteckte Orte, versteckte Geheimnisse vielleicht…

Bryan: Ja, vermutlich das, was ich gerade eben angesprochen habe: San Juan. Nicht viele kennen es. Es liegt definitiv nicht auf der touristischen Route. Man muss ein bisschen durch die Plantage fahren und dann über eine holprige Straße zu vier verschiedenen Stränden. Von diesen kann man sich einen aussuchen, aber die beiden mittleren sind die, die ich gerade erwähnt habe, Manzalina und Shon Mosa. Sie sind so etwas wie geheime Rückzugsorte.

Aber es gibt wahrscheinlich noch einen weiteren Geheimtipp: Den Strand Playa Guepi bei Watamula, der wirklich völlig abgelegen ist. Auch den kennen nicht viele Leute.

Weg zum kleinen Strand Playa Guepi bei Watamula im Westen von Curacao

Strand Playa Guepi bei Watamula im Westen von Curacao

Ferner würde ich auch den Black Sand Beach (Playa Santu Pretu bei Santa Cruz) empfehlen. Vor allem, weil man nicht über die normale Straße dort hingelangt. Manche fahren mit dem Kajak dorthin, andere machen einen Tagesausflug mit dem Boot zum Blue Room und zum Mushroom Forest. Es gibt einen netten, kleinen Geheimpfad, einen versteckten Pfad, über den Du Santu Pretu zu Fuß erreichen kannst. Pack einfach einen kleinen Rucksack, nimm ein paar Sachen für den Tag mit und entspanne Dich am Strand. Da es sich um schwarzen Sand aus Vulkangestein handelt, wird dieser sehr heiß. Deshalb rate ich Dir zu Badeschuhen und nimm einen Hut mit. Denk immer daran, viel Wasser mitzunehmen, wenn du diese kleinen Abenteuer machst.

Black Sand Beach - der schwarze Strand Playa Santu Pretu auf Curacao

Black Sand Beach – der schwarze Strand Playa Santu Pretu auf Curacao

Unter Wasser kennt sich Bryan bestens aus

Zurück zu den Stränden bzw. zum Meer. Große Fische oder die kleinen Dinge unter Wasser – was ist Dir lieber?

Bryan: Da will ich ehrlich sein: Ich liebe es, große Dinge zu sehen. Im Laufe meiner Karriere hatte ich das Glück, auf den Galapagos Inseln und an anderen Orten mit Haien, Rochen und Walhaien zu tauchen – ja, mit allen.

Aber das ist es, was an Curacao so interessant ist. Was ich damit meine? Ich meine, dass Curacao schon immer vor allem als Makro-Paradies bekannt ist. Entsprechend findest Du hier all das:

  • zahlreiche Riff-Fische
  • viele kleine Lebewesen
  • den grauen Kofferfisch in den Ritzen der Korallenriffe
  • gesunde Geweihkorallen
  • große Ansammlungen von Weichkorallen
  • Schwämme

Manchmal wirst Du überrascht sein, wenn plötzlich:

  • ein Hai zu sehen ist
  • aus dem Nichts ein Walhai auftaucht
  • Dich ein Buckelwal begrüßt
  • Adlerrochen, Stechrochen oder Teufelsrochen (Mantas) in der Nähe sind

Du kannst es nie wissen. Das ist es, was ich an Curacao liebe.

Was ist denn Dein Lieblingstier unter Wasser?

Bryan: Da würde ich wahrscheinlich sagen ein Oktopus. Oktopoden sind so interessant, wie sie sich bewegen, wie sie sich verstecken – hochintelligente Lebewesen.

Und über der Wasseroberfläche? Nicht nur auf Curacao – Du könntest auch Elefant sagen, wenn Du möchtest.

Bryan: Nein, bleiben wir lieber bei Curacao: Weißwedelhirsche. (Die findest Du eher im Christoffel Nationalpark.)

Zurück unter Wasser. Wir haben gehört, dass es eine Chichi unter Wasser gibt…

Bryan: Sie befindet sich am Playa Kalki. Serenas Art Factory hat sie in Zusammenarbeit mit Go West Diving versenkt (etwa Anfang 2021). Es existiert ein Video dazu, das man sich auf Dive Curacao oder YouTube ansehen kann. Die Chichi ist eine wunderschöne Skulptur.

Neben der Chichi gibt es am Playa Kalki auch noch ein Kunstobjekt in Form eines Saxophons, das dort unten bei einer anderen Gelegenheit installiert wurde und natürlich den Gott des Meeres, König Neptun (am Playa Piskadó, der nicht weit entfernt ist).

Saxophone am Tauchspot Alice in Wonderland

Das Unterwasser Saxophon am Tauchspot „Alice in Wonderland“

Die Chichi wird normalerweise aus Gips hergestellt. Ist dieses Material geeignet, um es ins Meer zu versenken? Würde es nicht kaputt gehen?

Bryan: Nein. Es können sich dort Korallen ansiedeln.

Das ist der springende Punkt, warum sie das gemacht haben: Damit Korallen darauf wachsen…

Bryan: Ja, irgendwann, vielleicht in zehn Jahren, sollte sie dann hübsch bedeckt sein. Das hoffe ich.

Chichi am Tauchspot Alice in Wonderland

Das Wachstum von Korallen an der Unterwasser Chichi hat begonnen

Weißt Du, wie lange der Neptun schon unter Wasser ist?

Bryan: Das wird ungefähr – mindestens zwanzig Jahre her sein – zwanzig, fünfundzwanzig vielleicht. Er ist jetzt schon ziemlich gut bewachsen. Er hat ein paar schöne Röhrenschwämme auf dem Kopf, die ihm einen schönen Kronen-Effekt verleihen. Das ist wirklich cool.

Einschneidende Erlebnisse und Wünsche eines Tauchprofis

Was war Deine aufregendste Begegnung unter Wasser oder mit einem Tier im Meer?

Bryan: Hier auf Curacao?

In Deinem Leben…

Bryan: Als Taucher muss ich sagen, dass der Mount Everest des Tauchens auf der Bucket List der meisten Menschen das Tauchen auf den Galapagosinseln ist. Es ist ein überwältigendes Erlebnis, bei dem man von dem Moment an, in dem man ins Wasser eintaucht, bis zu dem Moment, in dem man wieder herauskommt, eine komplette 360-Grad-Erfahrung macht. Ich meine, da sind Walhaie, Galapagos-Riffhaie, karibische Riffhaie, Robben… einfach alles. Das ist wirklich ein außergewöhnlicher Anblick.

Hier auf Curacao, wo wir jeden Tag tauchen: Wenn man von einem Walhai überrascht wird. Meine interessantestes Begegnung war die mit einem Buckelwal. Normalerweise sind die groß, aber dieser hier war ein Jungtier, vielleicht 10 Meter lang. Es war unglaublich. Ich war zwar nicht tauchen, aber ich habe kurzerhand einen Apnoetauchgang mit ihm gemacht. Aber ich war dabei und es war einfach umwerfend. Es war nicht das erste Mal, dass ich hier einen Buckelwal gesehen habe, aber es war das erste Mal, dass ich tatsächlich mit einem solchen Wal im Wasser war. Das war einfach ein überwältigendes Erlebnis.

Hast Du noch einen Wunsch für ein bestimmtes Unterwassererlebnis? Angenommen, es spielt keine Rolle, wie viel Geld das kostet. Gibt es etwas, das Du gerne sehen würdest?

Bryan: Ja, klar! Ich würde gerne noch den Sardine Run in Südafrika erleben. Das würde ich wirklich gerne machen, aber das steht auf einer anderen Wunschliste, auf meiner persönlichen. Aber hoffentlich, in Anbetracht der Arbeit, die wir hier machen: Wenn meine Tochter, die jetzt sieben Jahre alt ist, in zehn Jahren nach Holland geht, können wir hoffentlich hier auf Curacao mit Haien tauchen. Ich denke, das wäre wirklich cool. Das wünsche ich mir.

Dein Lieblingswort auf Papiamentu?

Bryan: Dushi!

Bryan Horne spitzt den Mund und sagt Dushi im Interview mit Maike Rosenthal - sie lacht

Bryan sagt DUSHI und Maike findet lustig, wie er es sagt

Natürlich Dushi. Wenn Du an ein Souvenir von Curacao denkst. Was würdest Du jemandem vorschlagen, mitzunehmen? Denk daran, dass sie nicht viel Platz im Gepäck haben…

Bryan: Hmmh – ich denke, das Wichtigste sind Erinnerungen. Ehrlich gesagt: Was man von hier mitnehmen kann, sind hoffentlich fantastische Urlaubserlebnisse. So dass Du gerne wiederkommen möchtest. Denn wir alle wissen, dass ein Schmuckstück oder ein Gegenstand nur verstaubt oder in einem Regal liegt oder was auch immer. Man vergisst es, und ich denke nicht, dass Curacao jemals vergessen werden sollte.

„Curacao sollte unvergesslich bleiben, und zwar derart, dass man unbedingt wiederkommen muss.“

Bryan, vielen, vielen Dank für dieses lange Interview und die Beantwortung all meiner Fragen.

Bryan: Es hat sehr viel Spaß gemacht, danke!

Die Manta Story

Wir sind Dir noch das Manta-Video von Alex schuldig. Sicher haben wir Dich neugierig gemacht.

Maike, unsere gelernte Journalistin, fühlt sich am wohlsten, wenn ihre Füße abwechselnd im warmen Karibiksand und im türkisen Meer paddeln - über und unter Wasser. Ihr geschultes Auge entdeckt für Euch all die Kleinigkeiten am Weges- oder Riffrand, die den Unterschied machen.

Luft auf ein kleines Quiz? Wir haben 100+ kurzweilige Fragen rund um Curacao zusammengestellt. Viel Spaß beim Rätseln!

  • Quizfrage

    Was ist Seú?

    Antwort

    Seú ist das Erntedankfest auf Curacao. Da es immer am Ostermontag stattfindet, wechselt das Datum jährlich.

    Die Menschen ziehen in bunten Kostümen zu traditioneller Musik tanzend durch die Straßen von Willemstad. Sie feiern die Ernte, einander und ihre Verbundenheit mit Mutter Natur. Es gibt eine Parade, angeführt von einer Séu Königin, einen Gesangs- und einen Kopftuch-Wettbewerb.

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Individuelle Tauchreisen und unvergessliche Taucherlebnisse auf Curacao

Bryan Horne und Maike Rosenthal treffen sich zum Interview im Hemingway auf Curacao

Bryan organisiert seit vielen Jahren erfolgreich unvergessliche und individuelle Erlebnis-Tauchreisen. Er und seine Firma Dive Curaçao/Dive Travel Curaçao arbeiten mit den besten Tauchresorts und Tauchshops der Insel zusammen. Bryan bietet Dir auf seiner Website umfangreiche Informationen und eindrucksvolle Videos zu allen Tauchspots auf Curaçao. Durch seine exzellenten Verbindungen zu den führenden Hotels/Unterkünften kann er Deine gesamte Reise zu „purem Luxus“ oder „nur Tauchen“ arrangieren. Und: Er ist vor Ort und immer für Dich da. Ein unschätzbarer Vorteil!

Im Interview haben wir Bryan über sein Angebot befragt und was es so besonders und einzigartig macht. Etwa eine Stunde lang beantwortete er geduldig unsere Fragen. Wir haben das Interview auf Englisch geführt. Das englische Original findet Ihr auf der Website von Bryan.

Schauen wir gemeinsam zurück auf einen Juninachmittag im Hemingways, das sich im LionsDive Beach Resort befindet:

Bryan Horne von Dive Curacao und Maike Rosenthal von Relaxed Curacao im Interview - Set-up an einem Tisch im Hemingway auf Curacao

Interview Set-up von Bryan und Maike auf der Terrasse des Hemingway

Kanadischer Geschäftsmann, Tauchlehrer und Meeresforscher

Unsere Besucher wissen nichts über Dich. Bitte stell Dich doch kurz vor.

Bryan: Sehr gerne. Mein Name ist Bryan Horne. Ich komme ursprünglich aus Kanada. Vor etwa 17 Jahren bin ich nach Curaçao gezogen, um meiner Leidenschaft, dem Tauchen, nachzugehen. Ich kam hierher, um bei den Ocean Encounters im LionsDive Hotel zu arbeiten. Und ich habe mich sofort in diese Insel verliebt.

Was ich vorher gemacht habe? Bevor ich nach Curacao kam, war ich die meiste Zeit meines Lebens im Verkauf tätig. Ich betreute ein Autohaus in Kanada. Als ich meinen Universitätsabschluss machte, war ich auch im Öl- und Gasgeschäft tätig. Und jetzt, nach fast 17 Jahren hier auf Curacao, hätte ich es nicht besser treffen können.

Hast Du schon getaucht, bevor Du nach Curacao kamst?

Bryan: Ja, um das deutlich zu machen: Als ich in Kanada war, habe ich viel getaucht. Ungefähr 80 % meiner Ausbildung habe ich in Kanada in den kalten Gewässern der großen Seen absolviert. Ich habe die Ausbildung zum Divemaster (Tauchführer) durchlaufen. Außerdem habe ich einige technische Kurse gemacht. Als ich dann Kanada verließ, wurde ich Master Instructor (Tauchlehrer) und Bootsführer. Ich habe also alle meine Fähigkeiten zusammengebracht, um in der Tauchbranche weiterzuarbeiten.

Weißt Du, in der Tauchbranche geht es um Taucher. Es geht nicht nur darum, Divemaster oder Instructor zu sein. Heute weiß ich zu schätzen, dass ich all diese verschiedenen Qualifikationen und Kompetenzen besitze. Denn jetzt arbeite ich nicht nur mit meinen Partnern oder den Tauchbasen zusammen, sondern bewerbe auch aktiv das Tauchen auf Curacao in mehr als sechs verschiedenen Ländern. Ich bringe Urlauber nach Curaçao und biete ihnen mit unseren Hotelpartnern und Tauchveranstaltern wirklich tolle Erlebnisse. Das ist wirklich cool!

Das, was Du mit Dive Curaçao machst, ist ein Projekt aus Leidenschaft. Was hast Du vorher hier auf der Insel gemacht?

Bryan: Ich war ein PADI Staff Instructor bei Ocean Encounters. Ich habe auch ein paar Unterkünfte gemanagt. Dann habe ich bei Go West Diving am westlichen Ende der Insel gearbeitet. Dort habe ich sieben Jahre lang die Tauchbasis geleitet.

Tauchboote der Tauchbasis Ocean Encounters im LionsDive Beach Resort auf Curacao

Tauchboote der Tauchbasis Ocean Encounters im LionsDive Beach Resort auf Curacao

Dann bekam ich die großartige Chance, nach Willemstad zurückzukehren. Hier war ich als Berater für einen anderen Tauchveranstalter tätig, ging aber auch drei Jahre lang mit Substation Curacao auf Expeditionen. Auf Curacao haben wir viel gearbeitet und zudem sind wir viel herumgekommen. Unsere Reisen führten uns nach Klein-Curacao, Bonaire, St. Eustatius, Saba und Dominica. Dabei haben wir einige wirklich coole Tiefseeexpeditionen in bis zu 300 Metern Tiefe unternommen und die Unterwasserwelt erforscht. Während dieser Zeit haben wir mit Smithsonian zusammengearbeitet.

Wie lange war Dein längster Aufenthalt unter Wasser, als Du mit Substation Curacao tief getaucht bist?

Bryan: Vielleicht acht oder zehn Stunden in einer durchschnittlichen Tiefe von 800-900 Fuß (250-275 Meter). Das war ziemlich cool. Das Leben dort unten ist wirklich interessant, auch die Struktur der Unterwasserlandschaft und das alles.

U-Boot in der Wartungshalle von Substation Curacao

U-Boot von Substation Curacao in der Wartungshalle

„Das ist das Schöne am Tauchen. Es spielt keine Rolle, ob man sich in zehn oder tausend Metern Tiefe befindet: Die Unterwasserwelt birgt so viele Geheimnisse. Gleichzeititg bietet sie aber auch so viele Möglichkeiten, zur Ruhe zu kommen und zu verstehen, dass unser Leben sowohl an Land als auch unter Wasser so eng miteinander verbunden ist.“

Die Möglichkeiten, die sich mir im Laufe der Jahre geboten haben, beflügelten meine Leidenschaft, weiterzumachen: mit coolen Organisationen zusammenzuarbeiten, die sich aktiv für Nachhaltigkeit und den Schutz der Meere einsetzen. Dieses Netzwerk kann ich auch für mein eigenes Unternehmen nutzen.

Die FAQ von Bryans Kunden waren der Startschuss für Dive Curacao

Deine Firma: Du bist der Gründer von Dive Curacao. Vielleicht kannst Du das mal beschreiben, wie das Ganze funktioniert und was es mit Deinen Partnern auf sich hat. Wer sind Deine Partner und wie bist Du auf die Idee gekommen, die Dive Curacao Website zu realisieren?

Bryan: Der Grund, warum ich Dive Curacao gegründet habe, war folgender: In den Jahren, in denen ich auf Tauchmessen war – sei es in Europa oder auch in Nordamerika – wussten viele Leute nicht, welche Vielfalt Curacao zu bieten hat. Und zum Teil hatten sie keine Ahnung davon, dass Curacao überhaupt existiert. Deshalb habe ich eine Plattform geschaffen, auf der alles zusammengeführt wird: nicht nur das Tauchen, sondern auch die Geschichte, die Kultur, die Restaurants, die Einkaufsmöglichkeiten – einfach alles. Dive Curacao bringt alles unter einen Hut, während es das Tauchen in den Mittelpunkt stellt.

Du kannst auf die Website gehen und über 70 der weltbesten Tauchplätze finden. Dazu kannst Du Videos und Bilder sehen sowie Beschreibungen lesen. Die Informationen sind nicht nur eine Auflistung der Tauchspots, wie man dorthin kommt und was man dort machen kann. Sondern auch die Geschichte, die hinter dem Tauchplatz steckt oder die Gegend, in der der Tauchplatz liegt.

Willemstad hat einen wirklich coolen Tauchspot namens Tarpon City. Dort finden Veranstaltungen wie Punda Vibes statt, aber meistens weiß niemand davon. Es ist sinnvoll, das mit einfließen zu lassen und es zu einem Teil der Kultur zu machen.

Screenshot von Bryans Homepage divecuracao.info

Screenshot von Bryans Homepage divecuracao.info

Es gibt noch weitere Gründe, warum ich Dive Curacao ins Leben gerufen habe. Viele meiner Kunden fragen mich immer wieder:

  • Was können wir unternehmen?
  • Wo sollen wir hingehen?
  • Wie sollen wir hinkommen?
  • Wo können wir ein Auto mieten?
  • Wo sollen wir übernachten?
  • Können wir Tauchpakete buchen?
  • Welchen Tauchanbieter sollen wir nehmen?
  • Sind die Tauchschulen zuverlässig, qualitätsorientiert, günstig etc…?

All das kannst Du auf Dive Curacao finden. Indem ich diese Idee weiterentwickelt habe, entstand Dive Travel Curacao. Dies ist der zweite Baustein, der das gesamte Reisekonzept beinhaltet.

Buchungsmöglichkeiten…

Bryan: Genau. Du kannst auf die Seite gehen, klicken und buchen. Inzwischen umfasst das Angebot 6 große Tauchresorts und 4 große Tauchbasen auf der Insel. Und das Spektrum reicht vom Bootstauchen bis hin zum Tauchen vom Ufer aus.

„Ich tauche immer noch. Nicht so viel, wie ich gerne würde, aber ich tauche immer noch.“

Ein auf Tauchen ausgelegtes Partnernetzwerk und seine USP

Deine engsten Partner – vielleicht magst du sie uns verraten?

Bryan: Derzeit arbeite ich mit dem „All-Inclusive“-Resort Sunscape Curaçao sowie mit ihrem Partnerhotel „Dreams“, dem „Zoetry Curaçao“ und dem „LionsDive Beach Resort“ zusammen. In letzterem sind wir ja gerade. Das Besondere an diesen Hotels ist, dass sie auch Tauchschulen direkt im Resort haben. Die anderen Hotels, mit denen ich zusammenarbeite, sind All West Apartments und Nos Krusero Apartments im Westen der Insel. Deren Tauchshop-Partner ist Go West Diving am Playa Kalki in Westpunt.

Lions Dive Beach Resort auf Curacao - Eingang am Strand

Lions Dive Beach Resort auf Curacao – Eingang am Strand

Dank Ocean Encounters, The Dive Bus, der das Tauchen an der Küste anbietet, und Go West Diving im West End, kann ich so ziemlich alles anbieten. Ich kann jedem sein persönliches Wunschangebot unterbreiten.

Wie ich meine Partner ausgewählt habe oder wie ich mit diesen Partnern Geschäfte mache, unterliegt einem Kriterienkatalog. Es geht dabei um Nachhaltigkeit, Qualität, einfache Zusammenarbeit, Kundenfreundlichkeit usw. Zudem müssen sie auch alle auf das Tauchen fokussiert sein.

Gründer und Geschäftsführer von Dive Travel Curacao zu sein – ist das jetzt Deine Vollzeitbeschäftigung?

Bryan: So gut wie, aber ich bin auch noch als Berater für verschiedene Tauchveranstalter auf der Insel tätig. Das betrifft vor allem das Destinationsmanagement. Ich berate auch im digitalen Bereich und entwickle digitale Strategien, entwerfe Websites, pflege sie usw. Es geht darum, eine komplette digitale Strategie zu entwickeln. Ich paketiere Dinge für sie, damit sie diese dann auch umsetzen und erfolgreich sein können.

Eine Art Marketing?

Bryan: Ja, seit elf Jahren. Das ist der andere Teil meiner Arbeit.

Was ist das Besondere an Deiner Website? Du hast eine sehr interessante Website und Du hast auch herausragende Videos. Erzähl mir von Deiner USP. Was unterscheidet Dich von den anderen Tauchanbietern hier auf Curacao?

Bryan: Kurzum, die Antwort lautet: Alles. Das absolute Alleinstellungsmerkmal von Dive Travel Curacao oder warum jemand überhaupt in Erwägung ziehen würde, Dive Travel Curacao zu nutzen, ist die Tatsache, dass Dive Travel Curacao nicht nur ein Tauchpaket oder einen Hotelaufenthalt anbietet. Wir bringen beides zusammen, wie vielleicht auch andere Anbieter, die es da draußen gibt.

Der Unterschied ist folgender: Ich biete das Tauchen, das Hotel und zusätzlich die Möglichkeit an, ein Auto zu mieten. Ich habe eine Partnerschaft mit DAN Europe, so dass wir eine Tauchversicherung offerieren können. Wir sind Partner von Reef Renewal Curaçao und spenden 1% des Buchungsbetrages, um die Wiederherstellung der Korallen hier auf Curacao zu unterstützen. Im Wesentlichen ist Dive Travel Curaçao ein One-Stop-Service für alle Deine Tauchurlaubs-Bedürfnisse.

Oh, das ist eine gute Sache!

Bryan: Zusätzlich kannst Du Dich entscheiden, ob Du die Spende nach eigenem Ermessen aufstocken möchtest. Aber Dive Travel Curaçao spendet tatsächlich in Deinem Namen. Somit kommt es Curacao zugute.

Außerdem lebe ich hier und bin ein Teil der Tauchgemeinschaft. Ich kenne so ziemlich jeden auf der Insel und kann dafür sorgen, dass ich am Flughafen bin, um Deinen Transfer zum Hotel zu organisieren. Darüber hinaus stelle ich sicher, dass Deine Tauchgänge genau so verlaufen, wie Du es wünschst. Wenn Du mich anrufst oder mir eine E-Mail schickst, sitze ich hier auf Curacao und werde mich um Dich kümmern. Ich bin da sobald Du gelandet bist, bis hin zu dem Zeitpunkt, an dem Du wieder abreist.

„Meine USP ist demnach die persönliche und soziale Komponente im direkten Kundenkontakt. Niemand anderes bringt diese Faktoren zusammen.“

Erst kürzlich habe ich mich mit der Caribbean Shark Coalition zusammengetan. Nun treten wir – im Namen meiner Beratungsfirma – als Curacao zusammen mit 35 anderen Ländern dafür ein, die Aufklärung und den Schutz von Haien und Rochen voranzutreiben. Es geht nicht nur darum, sie zu registrieren. Wir tun wirklich alles dafür, verständlich zu machen, dass Du nicht nur ein Tauchpaket oder einen Hotelaufenthalt buchst. Es ist eine Erfahrung.

Tauchspot Blue Room in der Nähe vom Mushroom Forest auf Curacao

Tauchspot Blue Room in der Nähe vom Mushroom Forest auf Curacao

Und die wunderschönen Bilder und Videos in den Beiträgen – wo bekommst Du die her?

Bryan: Ich habe mich mit einer Firma namens NaturePicsFilms zusammengetan, einer deutschen Firma mit Sitz in Westpunt Curacao. Mit ihnen kann man hervorragend zusammenarbeiten. In den letzten vier Jahren haben wir ein gemeinsames Projekt auf die Beine gestellt und ich habe direkt mit ihnen zusammengearbeitet. Ich wusste genau, was wir brauchten und haben wollten. Daraufhin haben wir beide das Filmmaterial erstellt. Wir haben alles zusammen geschnitten, und es hat sich für beide Unternehmen wirklich ausgezahlt. Wir können dem Betrachter oder dem Kunden oder wer auch immer nach Curacao zum Tauchen kommen möchte, ein schnelles Verständnis davon vermitteln, was ihn an einem bestimmten Tauchspot erwartet. Aus diesem Grund haben wir eine sechzehnwöchige Postkartenserie produziert. Wir haben Videopostkarten gemacht, die sich während Covid sehr gut etabliert haben. Aber wir haben uns dabei nicht nur auf die Tauchplätze konzentriert. Wir haben auch die Tauchshops, Hotels, Restaurants und Bars mit einbezogen – was man machen kann und wohin man gehen kann. Es war einfach großartig.

Auf die Videos auf Dive Curacao bin ich sehr stolz. Und wir hören nicht damit auf. Faktisch haben wir etwa 70 Tauchgebiete… wenn Du genau auf die Karte schaust, gibt es 76 bis 80 Tauchspots. Es sind nicht alles Weltklasse-Tauchspots, aber sie sind entweder vom Land oder vom Boot aus erreichbar. Wir können auch noch ein paar mehr ergänzen. Für einen normalen Touristen, der hierher kommt, sind 80 Tauchplätze auf der Insel… (ziemlich viel). Ich meine, man müsste jeden Tag, ich weiß nicht, wie viele Tage lang, tauchen, um alle zu entdecken.

Manta-Alarm in Westpunt

Die Inselbesucher haben ihre eigene Kultur und ihren kulturellen Hintergrund. Hast Du vielleicht eine Anekdote oder eine kuriose Geschichte für uns? Über etwas Besonderes, das Dir passiert ist und das Du nicht erwartet hättest?

Bryan: Das Ganze liegt schon ein paar Jahre zurück. Ein guter Freund von mir war mit seiner Frau aus Deutschland zu Besuch. Ich leitete zu dieser Zeit Go West Diving und bekam einen Telefonanruf. Er sagte:

„Wir haben hier ein Fischerboot, das gerade von einem Manta Rochen gestohlen wird.“

Bryan Horne erzählt Maike Rosenthal im Interview von einem Anruf und macht eine symbolische Geste

Bryan erzählt Maike von einem seltsamen Anruf

Ooops – o.k. (lacht)

Bryan: Ja, das ist wahr. Damals habe ich einfach den Hörer aufgelegt. Und dann bekomme ich wieder einen Anruf:

„Nein, ich meine es ernst. Das Fischerboot wurde von einem Manta Rochen gestohlen.“

Ich ging zum Ende des Docks und schaute hinunter, weil es in der Nähe der All West Apartments liegt, die etwa eine halbe Stunde von der Tauchbasis entfernt sind (zu Fuß). Ich schaue also auf das Meer hinaus und sehe das kleine Boot durch das Wasser fahren – ohne einen Menschen darauf! Daraufhin schnappte ich mir ein Crew Mitglied und stieg ins Boot. Wir fuhren hinaus zu dem kleinen Boot. Dann setze ich das Boot rückwärts an das kleine Boot heran. Ich schaute unter das Boot: Ein Manta, der schätzungsweise von der einen zur anderen Flossenspitze mindestens vier Meter breit war, schwamm darunter im dunkelblauen Wasser.

Aber der Manta war nicht mit dem Boot in Verbindung?

Bryan: Das Ankerseil hatte sich in einer der Flossen verfangen. Da sie sich dort gerne am Rücken schubbern, hob sich dabei der Anker. Und als der Manta davonschwamm, zog er das Boot mit sich. Also machten wir den Anker los, banden unser Boot daran fest und zogen es zurück ans Ufer. Interessant wird die Geschichte dadurch, dass mein Freund und sein kleiner Sohn von den All West Apartments herunter kamen und an den Strand gingen. Sie schauten uns zu, weil wir mit dem Boot sehr weit ins flache Wasser kamen. Und dann fängt dieser Vier-Meter-Manta an, im seichten Wasser zu spielen. Wenn man ihn im Flachwasser spielen sieht, kommen die Spitzen der Flossen nach oben. Dann sieht das aus wie zwei Haie, nicht wahr? Er schwimmt ganz nah am Ufer, direkt vor dem Kind – dem Kind meines Freundes, das vielleicht 4 Jahre alt war. Noch dazu schwamm er direkt unter der Wasseroberfläche. Das war ein unglaubliches und unvergessliches Erlebnis. Weil man so etwas nie zu sehen bekommt. Wer kann schon so eine Geschichte erzählen? Ich meine, es ist einfach eine verrückte Geschichte.

Und ich glaube, Ihr kennt ihn sogar. Er ist auch ein Freund von Euch.

Ist es Alex? Das kann nicht wahr sein!

Bryan: Doch! Wir haben ein Video! Alex hat das Video. Ihr müsst ihn nur darauf ansprechen. Es ist schon viele Jahre her – war echt cool.

Wenn Du relaxed bleibst, kommt die Insel zu Dir

Was würdest Du über die Leute sagen, die nach Curacao kommen? Was ist typisch deutsch oder was ist typisch holländisch, kanadisch, nordamerikanisch? Über ihr Verhalten oder Sonderwünsche – gibt es da etwas?

Bryan: Nein. Weißt Du, das Beste an Curacao ist, und ich glaube, das kann Dir jeder sagen: Curacao ist sehr offen und freundlich und Taucher sind es auch. Curacao ist wirklich ein Schmelztiegel von jedermann. Wirklich, komm und genieß es!

Ein großes Hindernis, das ich vor allem bei einigen nordamerikanischen Kunden beobachtet habe, ist: Sie sind permanent getrieben und möchten immer sofort eine Antwort zu diesem und jenem Thema haben. Wenn Du kommst, versuche, nicht in diesen Mustern zu denken. Entspann Dich, genieße, sei geduldig. Sei besonnen, und es wird großartig werden. Hier geht alles langsam. Ich meine, wenn Du z.B. einen Termin um drei Uhr hast, dann besteht die Chance, dass es drei oder fünf Uhr wird. Alles klar? Ich mein ja nur. So läuft es hier einfach. Allerdings gilt das in manchen Kulturen als unhöflich. Dort sollte man fünf Minuten zu früh dran sein oder man ist pünktlich.

“Hey, einfach relaxen! Wir kriegen das schon hin!”

Und wo möchtest Du mit Dive Curacao hin? Was sind Deine nächsten Ziele und Erwartungen?

Bryan: Das verrate ich dir, wenn ich dort bin (lacht).

Geheim – streng geheim, o.k.

Bryan: Um es ganz klar zu sagen: Ich genieße es, ein Botschafter für Curacao zu sein – für das Tauchen hier auf Curacao. Es macht mir sehr viel Spaß, Reisen für Kunden so zu gestalten, dass sie wirklich alles auf Curacao erleben können. Und letztendlich denke ich, dass jeder die Möglichkeit haben sollte, Curacao über und unter Wasser zu entdecken.

Auf Curacao kühlen und in Europa wärmen

Dann hätte ich da noch ein paar persönliche Fragen. Du bist hier nicht nur geschäftlich tätig. Du lebst auch hier. Das hier ist eine heiße Insel. Wie erholst Du Dich von der Arbeit? Wie sieht Deine Strategie aus, um Dich abzukühlen, runterzukommen, Dich frisch zu fühlen…

Bryan: Das Wunderbare am Leben hier ist, dass man sich tatsächlich an das Klima gewöhnt. In Curaçao haben wir einige wirklich heiße Monate. Im August und September ist im nördlichen Teil der Karibik Hurrikan-Saison. Das bedeutet, dass ein Großteil der Winde, die wir normalerweise haben, verschwinden wird. Die östlichen Passatwinde, welche die Insel kühl halten, werden im September allmählich verschwinden. Dann heizt sich die Insel auf. Aber wie Du weißt, leben wir draußen. Meistens finden wir immer irgendwo Schatten, und ich glaube, das ist wirklich das Wichtigste. Außerdem bewegen wir uns im Allgemeinen etwas langsamer. Und um 5 Uhr nehmen wir immer ein kühles Getränk zu uns.

Bier oder Wein?

Bryan: Definitiv Bier.

Was ist Deiner Meinung nach das hiesige Nationalgetränk – alkoholisch und alkoholfrei? Was ist das Lieblingsgetränk hier auf Curacao?

Bryan: Viele nennen den Blue Curacao und die verschiedenen Geschmacksrichtungen der Curacao-Destillerie, weil er weltweit sehr bekannt ist. Aber ich denke, eines der Lieblingsgetränke ist zweifellos Bier. Unterschiedliche Menschen haben diesbezüglich unterschiedliche Vorstellungen. Die beliebteste Marke auf Curacao ist Polar.

Deine Wahl?

Bryan: Ja, ich trinke es gerne. Alkoholfrei? Das (Awa di) Lamunchi ist ziemlich…

Beliebt.

Bryan: Ja. Weißt Du, es wird ständig viel davon getrunken, sowohl zu Hause als auch…

Überall.

Bryan: Ja, weil man es sehr leicht selbst machen kann.

Eine typische Frage in Deutschland ist: Wenn Du auf eine einsame Insel gehen müsstest und nur drei Dinge mitnehmen könntest, welche wären das? Aber ich möchte Dich fragen: Wenn Du nach Europa gehst, in eine kalte europäische Hauptstadt, was sind die drei Dinge, die Du dort mitnehmen würdest?

Bryan: Oh wow – ich nehme…(lacht) eine Strickmütze mit, denn ich mag keine Kälte. Vor Jahren, als ich noch in Kanada lebte, habe ich mir Erfrierungen an den Ohren zugezogen. Ich brauche also definitiv eine Mütze. (2.) Schuhe, weil ich hier keine Schuhe trage.

Bryan Horne deutet mit einer Geste an, dass er eine Wollmütze braucht - Maike Rosenthal reagiert darauf

Bryan braucht für eine Reise nach Europa eine Mütze

Richtige Schuhe.

Bryan: Ja, richtige Schuhe. Ich trage hier keine Schuhe. Die meiste Zeit über trage ich Sandalen. Als Drittes: Ich glaube, mein Telefon – um ein Taxi zu rufen, das mich zum nächsten warmen Ort bringt. (beide lachen)

Bryans kulinarische Tipps auf Curacao

Wir haben die Getränke abgehandelt. Was ist Dein Lieblingsessen hier auf der Insel?

Bryan: Das kommt ganz darauf an. Jeder würde sagen, dass es all die Gerichte der verschiedenen Nationalitäten sind. Es gibt einige lokale Spezialitäten, aber auch so viele verschiedene Standardspeisen. Ich kann auch nicht wirklich etwas Konkretes über ein bestimmtes Essen sagen, aber ich habe meine Lieblingsrestaurants, wie zum Beispiel das Kome. Es zählt zu meinen Favoriten. Sie haben ein Brisket (Rinderbrust) auf der Speisekarte, bei dem ich mich nicht mehr genau erinnere, wie viele Tage sie es langsam schmoren oder garen, bevor sie es servieren. Ich glaube, es sind vier oder fünf Tage. Wenn man es probiert, ist es wie Butter im Mund – es zergeht regelrecht auf der Zunge.

Zusätzlich gibt es noch andere Orte wie den BBQ Express, der ab 7 oder 8 Uhr abends geöffnet ist und den ich auch sehr mag. Denn das ist ein echtes Curacao Food Truck Erlebnis.

Was meinst Du damit genau?

Bryan: Es handelt sich um einen Straßenstand. Du gehst dorthin und bestellst bei einem Mann, der Dir Dein Essen übergibt. Mittlerweile haben sie nachhaltige Verpackungen für die Take-away-Behälter, was fantastisch ist. Weißt Du, es ist wirklich ein tolles Essen. Irgendwie wärmt es Dir den Bauch. Es gibt Dir ein gutes Gefühl. Wohlfühlessen, würde ich sagen.

Eine weitere Anlaufstelle wäre das Iguana Café in der Innenstadt. Dort gibt es eine Fleischplatte oder eine gemischte Platte. Aber es geht dort gar nicht so sehr um das Essen, denn das ist wirklich gut. Sondern auch um die Atmosphäre, die einen umgibt, wenn man im Iguana Café sitzt. Du bist dort nämlich direkt an der Handelskade und schaust auf die Brücke (Königin-Emma-Brücke) oder auf das Wasser (St. Anna Bay). Es ist so angenehm, dort mit Freunden zusammenzusitzen und zu entspannen.

Und die Krönung ist wohl das Sol Food in Westpunt. Ich liebe diesen Ort, weil ich die Leute dort schon ganz lange kenne. Sie sind sehr gute Freunde. Außerdem kann ich dort immer Lionfish (Rotfeuerfisch) essen oder die berühmte Pizza, die es dort gibt. Und wieder einmal ist es das, was alle Restaurants gemeinsam haben: Es ist wirklich herrlich, dort zu sein. Du kannst mit deinen Freunden in einer angenehmen Umgebung abhängen, gesellig sein und wirklich fabelhafte Essen genießen.

Welches ist Dein Lieblingsradiosender hier auf der Insel?

Bryan: Ich denke, Paradise FM. Ansonsten höre ich meistens Spotify im Auto.

Diese Strände sind echte Geheimtipps

Dein Lieblingsstrand?

Bryan: Entweder Shon Mosa oder Manzalina in San Juan. Das liegt vor allem daran, dass sie sehr abgelegen sind und nicht viele Leute dort hingehen. Von den allgemein bekannten Stränden würde ich wahrscheinlich Cas Abao, Porto Mari und vielleicht auch Blue Bay nennen.

Aber hier im LionsDive, das muss ich ganz ehrlich sagen, liebe ich das Tauchen vom Strand aus. Außerdem liebt es meine Tochter, hier Zeit zu verbringen, weil sie einige Freunde in der Gegend hat. Es ist ein schöner, sicherer Ort, an dem wir schnorcheln, tauchen und dergleichen gehen können.

Taucher im Hemingway, der Beach Bar des Lions Dive Beach Resorts auf Curacao

Total normal: Taucher laufen durch die Hemingway Beach Bar

Hast Du drei Geheimtipps auf Curacao, die nicht so bekannt sind und die Du Besuchern empfehlen würdest? Geheime Orte oder versteckte Orte, versteckte Geheimnisse vielleicht…

Bryan: Ja, vermutlich das, was ich gerade eben angesprochen habe: San Juan. Nicht viele kennen es. Es liegt definitiv nicht auf der touristischen Route. Man muss ein bisschen durch die Plantage fahren und dann über eine holprige Straße zu vier verschiedenen Stränden. Von diesen kann man sich einen aussuchen, aber die beiden mittleren sind die, die ich gerade erwähnt habe, Manzalina und Shon Mosa. Sie sind so etwas wie geheime Rückzugsorte.

Aber es gibt wahrscheinlich noch einen weiteren Geheimtipp: Den Strand Playa Guepi bei Watamula, der wirklich völlig abgelegen ist. Auch den kennen nicht viele Leute.

Weg zum kleinen Strand Playa Guepi bei Watamula im Westen von Curacao

Strand Playa Guepi bei Watamula im Westen von Curacao

Ferner würde ich auch den Black Sand Beach (Playa Santu Pretu bei Santa Cruz) empfehlen. Vor allem, weil man nicht über die normale Straße dort hingelangt. Manche fahren mit dem Kajak dorthin, andere machen einen Tagesausflug mit dem Boot zum Blue Room und zum Mushroom Forest. Es gibt einen netten, kleinen Geheimpfad, einen versteckten Pfad, über den Du Santu Pretu zu Fuß erreichen kannst. Pack einfach einen kleinen Rucksack, nimm ein paar Sachen für den Tag mit und entspanne Dich am Strand. Da es sich um schwarzen Sand aus Vulkangestein handelt, wird dieser sehr heiß. Deshalb rate ich Dir zu Badeschuhen und nimm einen Hut mit. Denk immer daran, viel Wasser mitzunehmen, wenn du diese kleinen Abenteuer machst.

Black Sand Beach - der schwarze Strand Playa Santu Pretu auf Curacao

Black Sand Beach – der schwarze Strand Playa Santu Pretu auf Curacao

Unter Wasser kennt sich Bryan bestens aus

Zurück zu den Stränden bzw. zum Meer. Große Fische oder die kleinen Dinge unter Wasser – was ist Dir lieber?

Bryan: Da will ich ehrlich sein: Ich liebe es, große Dinge zu sehen. Im Laufe meiner Karriere hatte ich das Glück, auf den Galapagos Inseln und an anderen Orten mit Haien, Rochen und Walhaien zu tauchen – ja, mit allen.

Aber das ist es, was an Curacao so interessant ist. Was ich damit meine? Ich meine, dass Curacao schon immer vor allem als Makro-Paradies bekannt ist. Entsprechend findest Du hier all das:

  • zahlreiche Riff-Fische
  • viele kleine Lebewesen
  • den grauen Kofferfisch in den Ritzen der Korallenriffe
  • gesunde Geweihkorallen
  • große Ansammlungen von Weichkorallen
  • Schwämme

Manchmal wirst Du überrascht sein, wenn plötzlich:

  • ein Hai zu sehen ist
  • aus dem Nichts ein Walhai auftaucht
  • Dich ein Buckelwal begrüßt
  • Adlerrochen, Stechrochen oder Teufelsrochen (Mantas) in der Nähe sind

Du kannst es nie wissen. Das ist es, was ich an Curacao liebe.

Was ist denn Dein Lieblingstier unter Wasser?

Bryan: Da würde ich wahrscheinlich sagen ein Oktopus. Oktopoden sind so interessant, wie sie sich bewegen, wie sie sich verstecken – hochintelligente Lebewesen.

Und über der Wasseroberfläche? Nicht nur auf Curacao – Du könntest auch Elefant sagen, wenn Du möchtest.

Bryan: Nein, bleiben wir lieber bei Curacao: Weißwedelhirsche. (Die findest Du eher im Christoffel Nationalpark.)

Zurück unter Wasser. Wir haben gehört, dass es eine Chichi unter Wasser gibt…

Bryan: Sie befindet sich am Playa Kalki. Serenas Art Factory hat sie in Zusammenarbeit mit Go West Diving versenkt (etwa Anfang 2021). Es existiert ein Video dazu, das man sich auf Dive Curacao oder YouTube ansehen kann. Die Chichi ist eine wunderschöne Skulptur.

Neben der Chichi gibt es am Playa Kalki auch noch ein Kunstobjekt in Form eines Saxophons, das dort unten bei einer anderen Gelegenheit installiert wurde und natürlich den Gott des Meeres, König Neptun (am Playa Piskadó, der nicht weit entfernt ist).

Saxophone am Tauchspot Alice in Wonderland

Das Unterwasser Saxophon am Tauchspot „Alice in Wonderland“

Die Chichi wird normalerweise aus Gips hergestellt. Ist dieses Material geeignet, um es ins Meer zu versenken? Würde es nicht kaputt gehen?

Bryan: Nein. Es können sich dort Korallen ansiedeln.

Das ist der springende Punkt, warum sie das gemacht haben: Damit Korallen darauf wachsen…

Bryan: Ja, irgendwann, vielleicht in zehn Jahren, sollte sie dann hübsch bedeckt sein. Das hoffe ich.

Chichi am Tauchspot Alice in Wonderland

Das Wachstum von Korallen an der Unterwasser Chichi hat begonnen

Weißt Du, wie lange der Neptun schon unter Wasser ist?

Bryan: Das wird ungefähr – mindestens zwanzig Jahre her sein – zwanzig, fünfundzwanzig vielleicht. Er ist jetzt schon ziemlich gut bewachsen. Er hat ein paar schöne Röhrenschwämme auf dem Kopf, die ihm einen schönen Kronen-Effekt verleihen. Das ist wirklich cool.

Einschneidende Erlebnisse und Wünsche eines Tauchprofis

Was war Deine aufregendste Begegnung unter Wasser oder mit einem Tier im Meer?

Bryan: Hier auf Curacao?

In Deinem Leben…

Bryan: Als Taucher muss ich sagen, dass der Mount Everest des Tauchens auf der Bucket List der meisten Menschen das Tauchen auf den Galapagosinseln ist. Es ist ein überwältigendes Erlebnis, bei dem man von dem Moment an, in dem man ins Wasser eintaucht, bis zu dem Moment, in dem man wieder herauskommt, eine komplette 360-Grad-Erfahrung macht. Ich meine, da sind Walhaie, Galapagos-Riffhaie, karibische Riffhaie, Robben… einfach alles. Das ist wirklich ein außergewöhnlicher Anblick.

Hier auf Curacao, wo wir jeden Tag tauchen: Wenn man von einem Walhai überrascht wird. Meine interessantestes Begegnung war die mit einem Buckelwal. Normalerweise sind die groß, aber dieser hier war ein Jungtier, vielleicht 10 Meter lang. Es war unglaublich. Ich war zwar nicht tauchen, aber ich habe kurzerhand einen Apnoetauchgang mit ihm gemacht. Aber ich war dabei und es war einfach umwerfend. Es war nicht das erste Mal, dass ich hier einen Buckelwal gesehen habe, aber es war das erste Mal, dass ich tatsächlich mit einem solchen Wal im Wasser war. Das war einfach ein überwältigendes Erlebnis.

Hast Du noch einen Wunsch für ein bestimmtes Unterwassererlebnis? Angenommen, es spielt keine Rolle, wie viel Geld das kostet. Gibt es etwas, das Du gerne sehen würdest?

Bryan: Ja, klar! Ich würde gerne noch den Sardine Run in Südafrika erleben. Das würde ich wirklich gerne machen, aber das steht auf einer anderen Wunschliste, auf meiner persönlichen. Aber hoffentlich, in Anbetracht der Arbeit, die wir hier machen: Wenn meine Tochter, die jetzt sieben Jahre alt ist, in zehn Jahren nach Holland geht, können wir hoffentlich hier auf Curacao mit Haien tauchen. Ich denke, das wäre wirklich cool. Das wünsche ich mir.

Dein Lieblingswort auf Papiamentu?

Bryan: Dushi!

Bryan Horne spitzt den Mund und sagt Dushi im Interview mit Maike Rosenthal - sie lacht

Bryan sagt DUSHI und Maike findet lustig, wie er es sagt

Natürlich Dushi. Wenn Du an ein Souvenir von Curacao denkst. Was würdest Du jemandem vorschlagen, mitzunehmen? Denk daran, dass sie nicht viel Platz im Gepäck haben…

Bryan: Hmmh – ich denke, das Wichtigste sind Erinnerungen. Ehrlich gesagt: Was man von hier mitnehmen kann, sind hoffentlich fantastische Urlaubserlebnisse. So dass Du gerne wiederkommen möchtest. Denn wir alle wissen, dass ein Schmuckstück oder ein Gegenstand nur verstaubt oder in einem Regal liegt oder was auch immer. Man vergisst es, und ich denke nicht, dass Curacao jemals vergessen werden sollte.

„Curacao sollte unvergesslich bleiben, und zwar derart, dass man unbedingt wiederkommen muss.“

Bryan, vielen, vielen Dank für dieses lange Interview und die Beantwortung all meiner Fragen.

Bryan: Es hat sehr viel Spaß gemacht, danke!

Die Manta Story

Wir sind Dir noch das Manta-Video von Alex schuldig. Sicher haben wir Dich neugierig gemacht.

Maike, unsere gelernte Journalistin, fühlt sich am wohlsten, wenn ihre Füße abwechselnd im warmen Karibiksand und im türkisen Meer paddeln - über und unter Wasser. Ihr geschultes Auge entdeckt für Euch all die Kleinigkeiten am Weges- oder Riffrand, die den Unterschied machen.

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Bryan Horne | divecuracao.info

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Bryan organisiert seit vielen Jahren erfolgreich unvergessliche und individuelle Erlebnis-Tauchreisen. Er und seine Firma Dive Curaçao/Dive Travel Curaçao arbeiten mit den besten Tauchresorts und Tauchshops der Insel zusammen. Bryan bietet Dir auf seiner Website umfangreiche Informationen und eindrucksvolle Videos zu allen Tauchspots auf Curaçao. Durch seine exzellenten Verbindungen zu den führenden Hotels/Unterkünften kann er Deine gesamte Reise zu „purem Luxus“ oder „nur Tauchen“ arrangieren. Und: Er ist vor Ort und immer für Dich da. Ein unschätzbarer Vorteil!

Im Interview haben wir Bryan über sein Angebot befragt und was es so besonders und einzigartig macht. Etwa eine Stunde lang beantwortete er geduldig unsere Fragen. Wir haben das Interview auf Englisch geführt. Das englische Original findet Ihr auf der Website von Bryan.

Schauen wir gemeinsam zurück auf einen Juninachmittag im Hemingways, das sich im LionsDive Beach Resort befindet:

Bryan Horne von Dive Curacao und Maike Rosenthal von Relaxed Curacao im Interview - Set-up an einem Tisch im Hemingway auf Curacao

Interview Set-up von Bryan und Maike auf der Terrasse des Hemingway

Kanadischer Geschäftsmann, Tauchlehrer und Meeresforscher

Unsere Besucher wissen nichts über Dich. Bitte stell Dich doch kurz vor.

Bryan: Sehr gerne. Mein Name ist Bryan Horne. Ich komme ursprünglich aus Kanada. Vor etwa 17 Jahren bin ich nach Curaçao gezogen, um meiner Leidenschaft, dem Tauchen, nachzugehen. Ich kam hierher, um bei den Ocean Encounters im LionsDive Hotel zu arbeiten. Und ich habe mich sofort in diese Insel verliebt.

Was ich vorher gemacht habe? Bevor ich nach Curacao kam, war ich die meiste Zeit meines Lebens im Verkauf tätig. Ich betreute ein Autohaus in Kanada. Als ich meinen Universitätsabschluss machte, war ich auch im Öl- und Gasgeschäft tätig. Und jetzt, nach fast 17 Jahren hier auf Curacao, hätte ich es nicht besser treffen können.

Hast Du schon getaucht, bevor Du nach Curacao kamst?

Bryan: Ja, um das deutlich zu machen: Als ich in Kanada war, habe ich viel getaucht. Ungefähr 80 % meiner Ausbildung habe ich in Kanada in den kalten Gewässern der großen Seen absolviert. Ich habe die Ausbildung zum Divemaster (Tauchführer) durchlaufen. Außerdem habe ich einige technische Kurse gemacht. Als ich dann Kanada verließ, wurde ich Master Instructor (Tauchlehrer) und Bootsführer. Ich habe also alle meine Fähigkeiten zusammengebracht, um in der Tauchbranche weiterzuarbeiten.

Weißt Du, in der Tauchbranche geht es um Taucher. Es geht nicht nur darum, Divemaster oder Instructor zu sein. Heute weiß ich zu schätzen, dass ich all diese verschiedenen Qualifikationen und Kompetenzen besitze. Denn jetzt arbeite ich nicht nur mit meinen Partnern oder den Tauchbasen zusammen, sondern bewerbe auch aktiv das Tauchen auf Curacao in mehr als sechs verschiedenen Ländern. Ich bringe Urlauber nach Curaçao und biete ihnen mit unseren Hotelpartnern und Tauchveranstaltern wirklich tolle Erlebnisse. Das ist wirklich cool!

Das, was Du mit Dive Curaçao machst, ist ein Projekt aus Leidenschaft. Was hast Du vorher hier auf der Insel gemacht?

Bryan: Ich war ein PADI Staff Instructor bei Ocean Encounters. Ich habe auch ein paar Unterkünfte gemanagt. Dann habe ich bei Go West Diving am westlichen Ende der Insel gearbeitet. Dort habe ich sieben Jahre lang die Tauchbasis geleitet.

Tauchboote der Tauchbasis Ocean Encounters im LionsDive Beach Resort auf Curacao

Tauchboote der Tauchbasis Ocean Encounters im LionsDive Beach Resort auf Curacao

Dann bekam ich die großartige Chance, nach Willemstad zurückzukehren. Hier war ich als Berater für einen anderen Tauchveranstalter tätig, ging aber auch drei Jahre lang mit Substation Curacao auf Expeditionen. Auf Curacao haben wir viel gearbeitet und zudem sind wir viel herumgekommen. Unsere Reisen führten uns nach Klein-Curacao, Bonaire, St. Eustatius, Saba und Dominica. Dabei haben wir einige wirklich coole Tiefseeexpeditionen in bis zu 300 Metern Tiefe unternommen und die Unterwasserwelt erforscht. Während dieser Zeit haben wir mit Smithsonian zusammengearbeitet.

Wie lange war Dein längster Aufenthalt unter Wasser, als Du mit Substation Curacao tief getaucht bist?

Bryan: Vielleicht acht oder zehn Stunden in einer durchschnittlichen Tiefe von 800-900 Fuß (250-275 Meter). Das war ziemlich cool. Das Leben dort unten ist wirklich interessant, auch die Struktur der Unterwasserlandschaft und das alles.

U-Boot in der Wartungshalle von Substation Curacao

U-Boot von Substation Curacao in der Wartungshalle

„Das ist das Schöne am Tauchen. Es spielt keine Rolle, ob man sich in zehn oder tausend Metern Tiefe befindet: Die Unterwasserwelt birgt so viele Geheimnisse. Gleichzeititg bietet sie aber auch so viele Möglichkeiten, zur Ruhe zu kommen und zu verstehen, dass unser Leben sowohl an Land als auch unter Wasser so eng miteinander verbunden ist.“

Die Möglichkeiten, die sich mir im Laufe der Jahre geboten haben, beflügelten meine Leidenschaft, weiterzumachen: mit coolen Organisationen zusammenzuarbeiten, die sich aktiv für Nachhaltigkeit und den Schutz der Meere einsetzen. Dieses Netzwerk kann ich auch für mein eigenes Unternehmen nutzen.

Die FAQ von Bryans Kunden waren der Startschuss für Dive Curacao

Deine Firma: Du bist der Gründer von Dive Curacao. Vielleicht kannst Du das mal beschreiben, wie das Ganze funktioniert und was es mit Deinen Partnern auf sich hat. Wer sind Deine Partner und wie bist Du auf die Idee gekommen, die Dive Curacao Website zu realisieren?

Bryan: Der Grund, warum ich Dive Curacao gegründet habe, war folgender: In den Jahren, in denen ich auf Tauchmessen war – sei es in Europa oder auch in Nordamerika – wussten viele Leute nicht, welche Vielfalt Curacao zu bieten hat. Und zum Teil hatten sie keine Ahnung davon, dass Curacao überhaupt existiert. Deshalb habe ich eine Plattform geschaffen, auf der alles zusammengeführt wird: nicht nur das Tauchen, sondern auch die Geschichte, die Kultur, die Restaurants, die Einkaufsmöglichkeiten – einfach alles. Dive Curacao bringt alles unter einen Hut, während es das Tauchen in den Mittelpunkt stellt.

Du kannst auf die Website gehen und über 70 der weltbesten Tauchplätze finden. Dazu kannst Du Videos und Bilder sehen sowie Beschreibungen lesen. Die Informationen sind nicht nur eine Auflistung der Tauchspots, wie man dorthin kommt und was man dort machen kann. Sondern auch die Geschichte, die hinter dem Tauchplatz steckt oder die Gegend, in der der Tauchplatz liegt.

Willemstad hat einen wirklich coolen Tauchspot namens Tarpon City. Dort finden Veranstaltungen wie Punda Vibes statt, aber meistens weiß niemand davon. Es ist sinnvoll, das mit einfließen zu lassen und es zu einem Teil der Kultur zu machen.

Screenshot von Bryans Homepage divecuracao.info

Screenshot von Bryans Homepage divecuracao.info

Es gibt noch weitere Gründe, warum ich Dive Curacao ins Leben gerufen habe. Viele meiner Kunden fragen mich immer wieder:

  • Was können wir unternehmen?
  • Wo sollen wir hingehen?
  • Wie sollen wir hinkommen?
  • Wo können wir ein Auto mieten?
  • Wo sollen wir übernachten?
  • Können wir Tauchpakete buchen?
  • Welchen Tauchanbieter sollen wir nehmen?
  • Sind die Tauchschulen zuverlässig, qualitätsorientiert, günstig etc…?

All das kannst Du auf Dive Curacao finden. Indem ich diese Idee weiterentwickelt habe, entstand Dive Travel Curacao. Dies ist der zweite Baustein, der das gesamte Reisekonzept beinhaltet.

Buchungsmöglichkeiten…

Bryan: Genau. Du kannst auf die Seite gehen, klicken und buchen. Inzwischen umfasst das Angebot 6 große Tauchresorts und 4 große Tauchbasen auf der Insel. Und das Spektrum reicht vom Bootstauchen bis hin zum Tauchen vom Ufer aus.

„Ich tauche immer noch. Nicht so viel, wie ich gerne würde, aber ich tauche immer noch.“

Ein auf Tauchen ausgelegtes Partnernetzwerk und seine USP

Deine engsten Partner – vielleicht magst du sie uns verraten?

Bryan: Derzeit arbeite ich mit dem „All-Inclusive“-Resort Sunscape Curaçao sowie mit ihrem Partnerhotel „Dreams“, dem „Zoetry Curaçao“ und dem „LionsDive Beach Resort“ zusammen. In letzterem sind wir ja gerade. Das Besondere an diesen Hotels ist, dass sie auch Tauchschulen direkt im Resort haben. Die anderen Hotels, mit denen ich zusammenarbeite, sind All West Apartments und Nos Krusero Apartments im Westen der Insel. Deren Tauchshop-Partner ist Go West Diving am Playa Kalki in Westpunt.

Lions Dive Beach Resort auf Curacao - Eingang am Strand

Lions Dive Beach Resort auf Curacao – Eingang am Strand

Dank Ocean Encounters, The Dive Bus, der das Tauchen an der Küste anbietet, und Go West Diving im West End, kann ich so ziemlich alles anbieten. Ich kann jedem sein persönliches Wunschangebot unterbreiten.

Wie ich meine Partner ausgewählt habe oder wie ich mit diesen Partnern Geschäfte mache, unterliegt einem Kriterienkatalog. Es geht dabei um Nachhaltigkeit, Qualität, einfache Zusammenarbeit, Kundenfreundlichkeit usw. Zudem müssen sie auch alle auf das Tauchen fokussiert sein.

Gründer und Geschäftsführer von Dive Travel Curacao zu sein – ist das jetzt Deine Vollzeitbeschäftigung?

Bryan: So gut wie, aber ich bin auch noch als Berater für verschiedene Tauchveranstalter auf der Insel tätig. Das betrifft vor allem das Destinationsmanagement. Ich berate auch im digitalen Bereich und entwickle digitale Strategien, entwerfe Websites, pflege sie usw. Es geht darum, eine komplette digitale Strategie zu entwickeln. Ich paketiere Dinge für sie, damit sie diese dann auch umsetzen und erfolgreich sein können.

Eine Art Marketing?

Bryan: Ja, seit elf Jahren. Das ist der andere Teil meiner Arbeit.

Was ist das Besondere an Deiner Website? Du hast eine sehr interessante Website und Du hast auch herausragende Videos. Erzähl mir von Deiner USP. Was unterscheidet Dich von den anderen Tauchanbietern hier auf Curacao?

Bryan: Kurzum, die Antwort lautet: Alles. Das absolute Alleinstellungsmerkmal von Dive Travel Curacao oder warum jemand überhaupt in Erwägung ziehen würde, Dive Travel Curacao zu nutzen, ist die Tatsache, dass Dive Travel Curacao nicht nur ein Tauchpaket oder einen Hotelaufenthalt anbietet. Wir bringen beides zusammen, wie vielleicht auch andere Anbieter, die es da draußen gibt.

Der Unterschied ist folgender: Ich biete das Tauchen, das Hotel und zusätzlich die Möglichkeit an, ein Auto zu mieten. Ich habe eine Partnerschaft mit DAN Europe, so dass wir eine Tauchversicherung offerieren können. Wir sind Partner von Reef Renewal Curaçao und spenden 1% des Buchungsbetrages, um die Wiederherstellung der Korallen hier auf Curacao zu unterstützen. Im Wesentlichen ist Dive Travel Curaçao ein One-Stop-Service für alle Deine Tauchurlaubs-Bedürfnisse.

Oh, das ist eine gute Sache!

Bryan: Zusätzlich kannst Du Dich entscheiden, ob Du die Spende nach eigenem Ermessen aufstocken möchtest. Aber Dive Travel Curaçao spendet tatsächlich in Deinem Namen. Somit kommt es Curacao zugute.

Außerdem lebe ich hier und bin ein Teil der Tauchgemeinschaft. Ich kenne so ziemlich jeden auf der Insel und kann dafür sorgen, dass ich am Flughafen bin, um Deinen Transfer zum Hotel zu organisieren. Darüber hinaus stelle ich sicher, dass Deine Tauchgänge genau so verlaufen, wie Du es wünschst. Wenn Du mich anrufst oder mir eine E-Mail schickst, sitze ich hier auf Curacao und werde mich um Dich kümmern. Ich bin da sobald Du gelandet bist, bis hin zu dem Zeitpunkt, an dem Du wieder abreist.

„Meine USP ist demnach die persönliche und soziale Komponente im direkten Kundenkontakt. Niemand anderes bringt diese Faktoren zusammen.“

Erst kürzlich habe ich mich mit der Caribbean Shark Coalition zusammengetan. Nun treten wir – im Namen meiner Beratungsfirma – als Curacao zusammen mit 35 anderen Ländern dafür ein, die Aufklärung und den Schutz von Haien und Rochen voranzutreiben. Es geht nicht nur darum, sie zu registrieren. Wir tun wirklich alles dafür, verständlich zu machen, dass Du nicht nur ein Tauchpaket oder einen Hotelaufenthalt buchst. Es ist eine Erfahrung.

Tauchspot Blue Room in der Nähe vom Mushroom Forest auf Curacao

Tauchspot Blue Room in der Nähe vom Mushroom Forest auf Curacao

Und die wunderschönen Bilder und Videos in den Beiträgen – wo bekommst Du die her?

Bryan: Ich habe mich mit einer Firma namens NaturePicsFilms zusammengetan, einer deutschen Firma mit Sitz in Westpunt Curacao. Mit ihnen kann man hervorragend zusammenarbeiten. In den letzten vier Jahren haben wir ein gemeinsames Projekt auf die Beine gestellt und ich habe direkt mit ihnen zusammengearbeitet. Ich wusste genau, was wir brauchten und haben wollten. Daraufhin haben wir beide das Filmmaterial erstellt. Wir haben alles zusammen geschnitten, und es hat sich für beide Unternehmen wirklich ausgezahlt. Wir können dem Betrachter oder dem Kunden oder wer auch immer nach Curacao zum Tauchen kommen möchte, ein schnelles Verständnis davon vermitteln, was ihn an einem bestimmten Tauchspot erwartet. Aus diesem Grund haben wir eine sechzehnwöchige Postkartenserie produziert. Wir haben Videopostkarten gemacht, die sich während Covid sehr gut etabliert haben. Aber wir haben uns dabei nicht nur auf die Tauchplätze konzentriert. Wir haben auch die Tauchshops, Hotels, Restaurants und Bars mit einbezogen – was man machen kann und wohin man gehen kann. Es war einfach großartig.

Auf die Videos auf Dive Curacao bin ich sehr stolz. Und wir hören nicht damit auf. Faktisch haben wir etwa 70 Tauchgebiete… wenn Du genau auf die Karte schaust, gibt es 76 bis 80 Tauchspots. Es sind nicht alles Weltklasse-Tauchspots, aber sie sind entweder vom Land oder vom Boot aus erreichbar. Wir können auch noch ein paar mehr ergänzen. Für einen normalen Touristen, der hierher kommt, sind 80 Tauchplätze auf der Insel… (ziemlich viel). Ich meine, man müsste jeden Tag, ich weiß nicht, wie viele Tage lang, tauchen, um alle zu entdecken.

Manta-Alarm in Westpunt

Die Inselbesucher haben ihre eigene Kultur und ihren kulturellen Hintergrund. Hast Du vielleicht eine Anekdote oder eine kuriose Geschichte für uns? Über etwas Besonderes, das Dir passiert ist und das Du nicht erwartet hättest?

Bryan: Das Ganze liegt schon ein paar Jahre zurück. Ein guter Freund von mir war mit seiner Frau aus Deutschland zu Besuch. Ich leitete zu dieser Zeit Go West Diving und bekam einen Telefonanruf. Er sagte:

„Wir haben hier ein Fischerboot, das gerade von einem Manta Rochen gestohlen wird.“

Bryan Horne erzählt Maike Rosenthal im Interview von einem Anruf und macht eine symbolische Geste

Bryan erzählt Maike von einem seltsamen Anruf

Ooops – o.k. (lacht)

Bryan: Ja, das ist wahr. Damals habe ich einfach den Hörer aufgelegt. Und dann bekomme ich wieder einen Anruf:

„Nein, ich meine es ernst. Das Fischerboot wurde von einem Manta Rochen gestohlen.“

Ich ging zum Ende des Docks und schaute hinunter, weil es in der Nähe der All West Apartments liegt, die etwa eine halbe Stunde von der Tauchbasis entfernt sind (zu Fuß). Ich schaue also auf das Meer hinaus und sehe das kleine Boot durch das Wasser fahren – ohne einen Menschen darauf! Daraufhin schnappte ich mir ein Crew Mitglied und stieg ins Boot. Wir fuhren hinaus zu dem kleinen Boot. Dann setze ich das Boot rückwärts an das kleine Boot heran. Ich schaute unter das Boot: Ein Manta, der schätzungsweise von der einen zur anderen Flossenspitze mindestens vier Meter breit war, schwamm darunter im dunkelblauen Wasser.

Aber der Manta war nicht mit dem Boot in Verbindung?

Bryan: Das Ankerseil hatte sich in einer der Flossen verfangen. Da sie sich dort gerne am Rücken schubbern, hob sich dabei der Anker. Und als der Manta davonschwamm, zog er das Boot mit sich. Also machten wir den Anker los, banden unser Boot daran fest und zogen es zurück ans Ufer. Interessant wird die Geschichte dadurch, dass mein Freund und sein kleiner Sohn von den All West Apartments herunter kamen und an den Strand gingen. Sie schauten uns zu, weil wir mit dem Boot sehr weit ins flache Wasser kamen. Und dann fängt dieser Vier-Meter-Manta an, im seichten Wasser zu spielen. Wenn man ihn im Flachwasser spielen sieht, kommen die Spitzen der Flossen nach oben. Dann sieht das aus wie zwei Haie, nicht wahr? Er schwimmt ganz nah am Ufer, direkt vor dem Kind – dem Kind meines Freundes, das vielleicht 4 Jahre alt war. Noch dazu schwamm er direkt unter der Wasseroberfläche. Das war ein unglaubliches und unvergessliches Erlebnis. Weil man so etwas nie zu sehen bekommt. Wer kann schon so eine Geschichte erzählen? Ich meine, es ist einfach eine verrückte Geschichte.

Und ich glaube, Ihr kennt ihn sogar. Er ist auch ein Freund von Euch.

Ist es Alex? Das kann nicht wahr sein!

Bryan: Doch! Wir haben ein Video! Alex hat das Video. Ihr müsst ihn nur darauf ansprechen. Es ist schon viele Jahre her – war echt cool.

Wenn Du relaxed bleibst, kommt die Insel zu Dir

Was würdest Du über die Leute sagen, die nach Curacao kommen? Was ist typisch deutsch oder was ist typisch holländisch, kanadisch, nordamerikanisch? Über ihr Verhalten oder Sonderwünsche – gibt es da etwas?

Bryan: Nein. Weißt Du, das Beste an Curacao ist, und ich glaube, das kann Dir jeder sagen: Curacao ist sehr offen und freundlich und Taucher sind es auch. Curacao ist wirklich ein Schmelztiegel von jedermann. Wirklich, komm und genieß es!

Ein großes Hindernis, das ich vor allem bei einigen nordamerikanischen Kunden beobachtet habe, ist: Sie sind permanent getrieben und möchten immer sofort eine Antwort zu diesem und jenem Thema haben. Wenn Du kommst, versuche, nicht in diesen Mustern zu denken. Entspann Dich, genieße, sei geduldig. Sei besonnen, und es wird großartig werden. Hier geht alles langsam. Ich meine, wenn Du z.B. einen Termin um drei Uhr hast, dann besteht die Chance, dass es drei oder fünf Uhr wird. Alles klar? Ich mein ja nur. So läuft es hier einfach. Allerdings gilt das in manchen Kulturen als unhöflich. Dort sollte man fünf Minuten zu früh dran sein oder man ist pünktlich.

“Hey, einfach relaxen! Wir kriegen das schon hin!”

Und wo möchtest Du mit Dive Curacao hin? Was sind Deine nächsten Ziele und Erwartungen?

Bryan: Das verrate ich dir, wenn ich dort bin (lacht).

Geheim – streng geheim, o.k.

Bryan: Um es ganz klar zu sagen: Ich genieße es, ein Botschafter für Curacao zu sein – für das Tauchen hier auf Curacao. Es macht mir sehr viel Spaß, Reisen für Kunden so zu gestalten, dass sie wirklich alles auf Curacao erleben können. Und letztendlich denke ich, dass jeder die Möglichkeit haben sollte, Curacao über und unter Wasser zu entdecken.

Auf Curacao kühlen und in Europa wärmen

Dann hätte ich da noch ein paar persönliche Fragen. Du bist hier nicht nur geschäftlich tätig. Du lebst auch hier. Das hier ist eine heiße Insel. Wie erholst Du Dich von der Arbeit? Wie sieht Deine Strategie aus, um Dich abzukühlen, runterzukommen, Dich frisch zu fühlen…

Bryan: Das Wunderbare am Leben hier ist, dass man sich tatsächlich an das Klima gewöhnt. In Curaçao haben wir einige wirklich heiße Monate. Im August und September ist im nördlichen Teil der Karibik Hurrikan-Saison. Das bedeutet, dass ein Großteil der Winde, die wir normalerweise haben, verschwinden wird. Die östlichen Passatwinde, welche die Insel kühl halten, werden im September allmählich verschwinden. Dann heizt sich die Insel auf. Aber wie Du weißt, leben wir draußen. Meistens finden wir immer irgendwo Schatten, und ich glaube, das ist wirklich das Wichtigste. Außerdem bewegen wir uns im Allgemeinen etwas langsamer. Und um 5 Uhr nehmen wir immer ein kühles Getränk zu uns.

Bier oder Wein?

Bryan: Definitiv Bier.

Was ist Deiner Meinung nach das hiesige Nationalgetränk – alkoholisch und alkoholfrei? Was ist das Lieblingsgetränk hier auf Curacao?

Bryan: Viele nennen den Blue Curacao und die verschiedenen Geschmacksrichtungen der Curacao-Destillerie, weil er weltweit sehr bekannt ist. Aber ich denke, eines der Lieblingsgetränke ist zweifellos Bier. Unterschiedliche Menschen haben diesbezüglich unterschiedliche Vorstellungen. Die beliebteste Marke auf Curacao ist Polar.

Deine Wahl?

Bryan: Ja, ich trinke es gerne. Alkoholfrei? Das (Awa di) Lamunchi ist ziemlich…

Beliebt.

Bryan: Ja. Weißt Du, es wird ständig viel davon getrunken, sowohl zu Hause als auch…

Überall.

Bryan: Ja, weil man es sehr leicht selbst machen kann.

Eine typische Frage in Deutschland ist: Wenn Du auf eine einsame Insel gehen müsstest und nur drei Dinge mitnehmen könntest, welche wären das? Aber ich möchte Dich fragen: Wenn Du nach Europa gehst, in eine kalte europäische Hauptstadt, was sind die drei Dinge, die Du dort mitnehmen würdest?

Bryan: Oh wow – ich nehme…(lacht) eine Strickmütze mit, denn ich mag keine Kälte. Vor Jahren, als ich noch in Kanada lebte, habe ich mir Erfrierungen an den Ohren zugezogen. Ich brauche also definitiv eine Mütze. (2.) Schuhe, weil ich hier keine Schuhe trage.

Bryan Horne deutet mit einer Geste an, dass er eine Wollmütze braucht - Maike Rosenthal reagiert darauf

Bryan braucht für eine Reise nach Europa eine Mütze

Richtige Schuhe.

Bryan: Ja, richtige Schuhe. Ich trage hier keine Schuhe. Die meiste Zeit über trage ich Sandalen. Als Drittes: Ich glaube, mein Telefon – um ein Taxi zu rufen, das mich zum nächsten warmen Ort bringt. (beide lachen)

Bryans kulinarische Tipps auf Curacao

Wir haben die Getränke abgehandelt. Was ist Dein Lieblingsessen hier auf der Insel?

Bryan: Das kommt ganz darauf an. Jeder würde sagen, dass es all die Gerichte der verschiedenen Nationalitäten sind. Es gibt einige lokale Spezialitäten, aber auch so viele verschiedene Standardspeisen. Ich kann auch nicht wirklich etwas Konkretes über ein bestimmtes Essen sagen, aber ich habe meine Lieblingsrestaurants, wie zum Beispiel das Kome. Es zählt zu meinen Favoriten. Sie haben ein Brisket (Rinderbrust) auf der Speisekarte, bei dem ich mich nicht mehr genau erinnere, wie viele Tage sie es langsam schmoren oder garen, bevor sie es servieren. Ich glaube, es sind vier oder fünf Tage. Wenn man es probiert, ist es wie Butter im Mund – es zergeht regelrecht auf der Zunge.

Zusätzlich gibt es noch andere Orte wie den BBQ Express, der ab 7 oder 8 Uhr abends geöffnet ist und den ich auch sehr mag. Denn das ist ein echtes Curacao Food Truck Erlebnis.

Was meinst Du damit genau?

Bryan: Es handelt sich um einen Straßenstand. Du gehst dorthin und bestellst bei einem Mann, der Dir Dein Essen übergibt. Mittlerweile haben sie nachhaltige Verpackungen für die Take-away-Behälter, was fantastisch ist. Weißt Du, es ist wirklich ein tolles Essen. Irgendwie wärmt es Dir den Bauch. Es gibt Dir ein gutes Gefühl. Wohlfühlessen, würde ich sagen.

Eine weitere Anlaufstelle wäre das Iguana Café in der Innenstadt. Dort gibt es eine Fleischplatte oder eine gemischte Platte. Aber es geht dort gar nicht so sehr um das Essen, denn das ist wirklich gut. Sondern auch um die Atmosphäre, die einen umgibt, wenn man im Iguana Café sitzt. Du bist dort nämlich direkt an der Handelskade und schaust auf die Brücke (Königin-Emma-Brücke) oder auf das Wasser (St. Anna Bay). Es ist so angenehm, dort mit Freunden zusammenzusitzen und zu entspannen.

Und die Krönung ist wohl das Sol Food in Westpunt. Ich liebe diesen Ort, weil ich die Leute dort schon ganz lange kenne. Sie sind sehr gute Freunde. Außerdem kann ich dort immer Lionfish (Rotfeuerfisch) essen oder die berühmte Pizza, die es dort gibt. Und wieder einmal ist es das, was alle Restaurants gemeinsam haben: Es ist wirklich herrlich, dort zu sein. Du kannst mit deinen Freunden in einer angenehmen Umgebung abhängen, gesellig sein und wirklich fabelhafte Essen genießen.

Welches ist Dein Lieblingsradiosender hier auf der Insel?

Bryan: Ich denke, Paradise FM. Ansonsten höre ich meistens Spotify im Auto.

Diese Strände sind echte Geheimtipps

Dein Lieblingsstrand?

Bryan: Entweder Shon Mosa oder Manzalina in San Juan. Das liegt vor allem daran, dass sie sehr abgelegen sind und nicht viele Leute dort hingehen. Von den allgemein bekannten Stränden würde ich wahrscheinlich Cas Abao, Porto Mari und vielleicht auch Blue Bay nennen.

Aber hier im LionsDive, das muss ich ganz ehrlich sagen, liebe ich das Tauchen vom Strand aus. Außerdem liebt es meine Tochter, hier Zeit zu verbringen, weil sie einige Freunde in der Gegend hat. Es ist ein schöner, sicherer Ort, an dem wir schnorcheln, tauchen und dergleichen gehen können.

Taucher im Hemingway, der Beach Bar des Lions Dive Beach Resorts auf Curacao

Total normal: Taucher laufen durch die Hemingway Beach Bar

Hast Du drei Geheimtipps auf Curacao, die nicht so bekannt sind und die Du Besuchern empfehlen würdest? Geheime Orte oder versteckte Orte, versteckte Geheimnisse vielleicht…

Bryan: Ja, vermutlich das, was ich gerade eben angesprochen habe: San Juan. Nicht viele kennen es. Es liegt definitiv nicht auf der touristischen Route. Man muss ein bisschen durch die Plantage fahren und dann über eine holprige Straße zu vier verschiedenen Stränden. Von diesen kann man sich einen aussuchen, aber die beiden mittleren sind die, die ich gerade erwähnt habe, Manzalina und Shon Mosa. Sie sind so etwas wie geheime Rückzugsorte.

Aber es gibt wahrscheinlich noch einen weiteren Geheimtipp: Den Strand Playa Guepi bei Watamula, der wirklich völlig abgelegen ist. Auch den kennen nicht viele Leute.

Weg zum kleinen Strand Playa Guepi bei Watamula im Westen von Curacao

Strand Playa Guepi bei Watamula im Westen von Curacao

Ferner würde ich auch den Black Sand Beach (Playa Santu Pretu bei Santa Cruz) empfehlen. Vor allem, weil man nicht über die normale Straße dort hingelangt. Manche fahren mit dem Kajak dorthin, andere machen einen Tagesausflug mit dem Boot zum Blue Room und zum Mushroom Forest. Es gibt einen netten, kleinen Geheimpfad, einen versteckten Pfad, über den Du Santu Pretu zu Fuß erreichen kannst. Pack einfach einen kleinen Rucksack, nimm ein paar Sachen für den Tag mit und entspanne Dich am Strand. Da es sich um schwarzen Sand aus Vulkangestein handelt, wird dieser sehr heiß. Deshalb rate ich Dir zu Badeschuhen und nimm einen Hut mit. Denk immer daran, viel Wasser mitzunehmen, wenn du diese kleinen Abenteuer machst.

Black Sand Beach - der schwarze Strand Playa Santu Pretu auf Curacao

Black Sand Beach – der schwarze Strand Playa Santu Pretu auf Curacao

Unter Wasser kennt sich Bryan bestens aus

Zurück zu den Stränden bzw. zum Meer. Große Fische oder die kleinen Dinge unter Wasser – was ist Dir lieber?

Bryan: Da will ich ehrlich sein: Ich liebe es, große Dinge zu sehen. Im Laufe meiner Karriere hatte ich das Glück, auf den Galapagos Inseln und an anderen Orten mit Haien, Rochen und Walhaien zu tauchen – ja, mit allen.

Aber das ist es, was an Curacao so interessant ist. Was ich damit meine? Ich meine, dass Curacao schon immer vor allem als Makro-Paradies bekannt ist. Entsprechend findest Du hier all das:

  • zahlreiche Riff-Fische
  • viele kleine Lebewesen
  • den grauen Kofferfisch in den Ritzen der Korallenriffe
  • gesunde Geweihkorallen
  • große Ansammlungen von Weichkorallen
  • Schwämme

Manchmal wirst Du überrascht sein, wenn plötzlich:

  • ein Hai zu sehen ist
  • aus dem Nichts ein Walhai auftaucht
  • Dich ein Buckelwal begrüßt
  • Adlerrochen, Stechrochen oder Teufelsrochen (Mantas) in der Nähe sind

Du kannst es nie wissen. Das ist es, was ich an Curacao liebe.

Was ist denn Dein Lieblingstier unter Wasser?

Bryan: Da würde ich wahrscheinlich sagen ein Oktopus. Oktopoden sind so interessant, wie sie sich bewegen, wie sie sich verstecken – hochintelligente Lebewesen.

Und über der Wasseroberfläche? Nicht nur auf Curacao – Du könntest auch Elefant sagen, wenn Du möchtest.

Bryan: Nein, bleiben wir lieber bei Curacao: Weißwedelhirsche. (Die findest Du eher im Christoffel Nationalpark.)

Zurück unter Wasser. Wir haben gehört, dass es eine Chichi unter Wasser gibt…

Bryan: Sie befindet sich am Playa Kalki. Serenas Art Factory hat sie in Zusammenarbeit mit Go West Diving versenkt (etwa Anfang 2021). Es existiert ein Video dazu, das man sich auf Dive Curacao oder YouTube ansehen kann. Die Chichi ist eine wunderschöne Skulptur.

Neben der Chichi gibt es am Playa Kalki auch noch ein Kunstobjekt in Form eines Saxophons, das dort unten bei einer anderen Gelegenheit installiert wurde und natürlich den Gott des Meeres, König Neptun (am Playa Piskadó, der nicht weit entfernt ist).

Saxophone am Tauchspot Alice in Wonderland

Das Unterwasser Saxophon am Tauchspot „Alice in Wonderland“

Die Chichi wird normalerweise aus Gips hergestellt. Ist dieses Material geeignet, um es ins Meer zu versenken? Würde es nicht kaputt gehen?

Bryan: Nein. Es können sich dort Korallen ansiedeln.

Das ist der springende Punkt, warum sie das gemacht haben: Damit Korallen darauf wachsen…

Bryan: Ja, irgendwann, vielleicht in zehn Jahren, sollte sie dann hübsch bedeckt sein. Das hoffe ich.

Chichi am Tauchspot Alice in Wonderland

Das Wachstum von Korallen an der Unterwasser Chichi hat begonnen

Weißt Du, wie lange der Neptun schon unter Wasser ist?

Bryan: Das wird ungefähr – mindestens zwanzig Jahre her sein – zwanzig, fünfundzwanzig vielleicht. Er ist jetzt schon ziemlich gut bewachsen. Er hat ein paar schöne Röhrenschwämme auf dem Kopf, die ihm einen schönen Kronen-Effekt verleihen. Das ist wirklich cool.

Einschneidende Erlebnisse und Wünsche eines Tauchprofis

Was war Deine aufregendste Begegnung unter Wasser oder mit einem Tier im Meer?

Bryan: Hier auf Curacao?

In Deinem Leben…

Bryan: Als Taucher muss ich sagen, dass der Mount Everest des Tauchens auf der Bucket List der meisten Menschen das Tauchen auf den Galapagosinseln ist. Es ist ein überwältigendes Erlebnis, bei dem man von dem Moment an, in dem man ins Wasser eintaucht, bis zu dem Moment, in dem man wieder herauskommt, eine komplette 360-Grad-Erfahrung macht. Ich meine, da sind Walhaie, Galapagos-Riffhaie, karibische Riffhaie, Robben… einfach alles. Das ist wirklich ein außergewöhnlicher Anblick.

Hier auf Curacao, wo wir jeden Tag tauchen: Wenn man von einem Walhai überrascht wird. Meine interessantestes Begegnung war die mit einem Buckelwal. Normalerweise sind die groß, aber dieser hier war ein Jungtier, vielleicht 10 Meter lang. Es war unglaublich. Ich war zwar nicht tauchen, aber ich habe kurzerhand einen Apnoetauchgang mit ihm gemacht. Aber ich war dabei und es war einfach umwerfend. Es war nicht das erste Mal, dass ich hier einen Buckelwal gesehen habe, aber es war das erste Mal, dass ich tatsächlich mit einem solchen Wal im Wasser war. Das war einfach ein überwältigendes Erlebnis.

Hast Du noch einen Wunsch für ein bestimmtes Unterwassererlebnis? Angenommen, es spielt keine Rolle, wie viel Geld das kostet. Gibt es etwas, das Du gerne sehen würdest?

Bryan: Ja, klar! Ich würde gerne noch den Sardine Run in Südafrika erleben. Das würde ich wirklich gerne machen, aber das steht auf einer anderen Wunschliste, auf meiner persönlichen. Aber hoffentlich, in Anbetracht der Arbeit, die wir hier machen: Wenn meine Tochter, die jetzt sieben Jahre alt ist, in zehn Jahren nach Holland geht, können wir hoffentlich hier auf Curacao mit Haien tauchen. Ich denke, das wäre wirklich cool. Das wünsche ich mir.

Dein Lieblingswort auf Papiamentu?

Bryan: Dushi!

Bryan Horne spitzt den Mund und sagt Dushi im Interview mit Maike Rosenthal - sie lacht

Bryan sagt DUSHI und Maike findet lustig, wie er es sagt

Natürlich Dushi. Wenn Du an ein Souvenir von Curacao denkst. Was würdest Du jemandem vorschlagen, mitzunehmen? Denk daran, dass sie nicht viel Platz im Gepäck haben…

Bryan: Hmmh – ich denke, das Wichtigste sind Erinnerungen. Ehrlich gesagt: Was man von hier mitnehmen kann, sind hoffentlich fantastische Urlaubserlebnisse. So dass Du gerne wiederkommen möchtest. Denn wir alle wissen, dass ein Schmuckstück oder ein Gegenstand nur verstaubt oder in einem Regal liegt oder was auch immer. Man vergisst es, und ich denke nicht, dass Curacao jemals vergessen werden sollte.

„Curacao sollte unvergesslich bleiben, und zwar derart, dass man unbedingt wiederkommen muss.“

Bryan, vielen, vielen Dank für dieses lange Interview und die Beantwortung all meiner Fragen.

Bryan: Es hat sehr viel Spaß gemacht, danke!

Die Manta Story

Wir sind Dir noch das Manta-Video von Alex schuldig. Sicher haben wir Dich neugierig gemacht.

Maike, unsere gelernte Journalistin, fühlt sich am wohlsten, wenn ihre Füße abwechselnd im warmen Karibiksand und im türkisen Meer paddeln - über und unter Wasser. Ihr geschultes Auge entdeckt für Euch all die Kleinigkeiten am Weges- oder Riffrand, die den Unterschied machen.

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Curacao lebt und dauernd ändert sich etwas. Was hat sich seit unserem letzten Besuch verändert? Wie ist Deine Erfahrung? Magst Du bitte Deine persönlichen Erlebnisse mit uns teilen? Schreib gerne Deinen Kommentar unter diesen Artikel und folge uns auf unseren Social Media Kanälen. Dort kannst Du ganz spontan Deine persönlichen Eindrücke mit uns und unserer Community teilen - "sharing is caring". Wir freuen uns über Deinen Beitrag und jeden neuen Follower!

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