{"id":6297,"date":"2023-11-14T16:51:15","date_gmt":"2023-11-14T15:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/relaxedcuracao.com\/?p=6297"},"modified":"2023-12-23T13:26:29","modified_gmt":"2023-12-23T12:26:29","slug":"funchi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/relaxedcuracao.com\/bars-restaurants\/funchi\/","title":{"rendered":"Funchi"},"content":{"rendered":"
E<\/span>ines der meist gegessenen Gerichte auf den Antillen ist Funchi. Dieses local food aus Maismehl punktet vielerorts als Snack mit Dip. Als Beilage ist es mal etwas ganz anderes als die ewigen Kartoffeln, Pommes, Nudeln oder Reis. Somit ist es eine hervorragende Alternative, die Du probieren solltest. Au\u00dferdem hat Funchi eine gute Saugf\u00e4higkeit, weshalb es gerne zu den beliebten Stobas (Stews) und anderen So\u00dfengerichten auf der Insel gereicht wird.<\/p>\n Am Plasa Bieu bei Zus<\/a> in Willemstad bekommst Du Funchi als Beilage im Alumantel. Das erinnert zumindest in der Form an Serviettenkn\u00f6del. Wir haben Funchi zur Dushi Kadushi<\/a> Soup gereicht bekommen, der ber\u00fchmten Kaktussuppe. Wie es mir damit ergangen ist, kannst Du auf unserem Instagram Channel Relaxed Curacao<\/a>\u00a0<\/span>sehen.<\/p>\n Maike kostet gr\u00fcne Kaktussuppe mit Funchi von Zus di Plaza am Plasa Bieu<\/p><\/div>\n Funchi k\u00f6nnen direkt warm nach dem Kochen gegessen, im Ofen gebacken oder kurz trocken in der Pfanne angebr\u00e4unt werden. Besonders lecker, aber dann weniger figurfreundlich, sind sie frittiert. Diese Art Maismehlfritten hei\u00dfen Funchi Hasa. Auf den Men\u00fckarten der Restaurants von Curacao<\/a>\u00a0findest Du sie auch als Funchi Fries.<\/p>\n Funchi Fries stehen an 4. Stelle auf der Tapas Men\u00fckarte des Kome<\/a><\/p><\/div>\n Als wir Freunde zum Barbecue<\/a> bei uns zu Besuch hatten, habe ich schon ein paar mal Funchi Hasa als Beilage aufgetischt. Zun\u00e4chst waren unsere G\u00e4ste skeptisch, da sie aussehen wie Fischst\u00e4bchen oder Kroketten: Je nachdem, ob man sie eckig schneidet oder zu Sticks rollt. Davon zu essen aufh\u00f6ren, konnte dann aber keiner. \ud83d\ude09<\/p>\n Wenn Du nach Rezepten suchst, gib acht, dass Deine Suchmaschine nicht automatisch in Funghi korrigiert. Dann bist Du n\u00e4mlich auf dem Holzweg und suchst nach Pilzrezepten.<\/p>\n Prinzipiell bestehen Funchi immer aus den Zutaten Wasser, Maismehl und Salz. Zudem kannst Du sie mit Gew\u00fcrzen verfeinern, z.B. mit Kurkuma, Rosmarin, Thymian, Petersilie, Knoblauchpulver (je nach Vorliebe), Butter, Ananassaft oder auch geriebenem K\u00e4se (z.B. Gouda).<\/p>\n Hier mein Rezept:<\/p>\n F\u00fcr die Zubereitung zun\u00e4chst die Fl\u00fcssigkeit mit den Gew\u00fcrzen zum Kochen bringen, salzen und dann nach und nach das Mehl beigeben. Das Geheimnis bei der Herstellung ist permanentes R\u00fchren, damit die Masse nicht klumpt, anbrennt oder anklebt. Und ger\u00fchrt werden muss leider 6-10 Minuten lang. Ich habe mir von der R\u00fchrerei sogar schon mal eine Wasserblase an der Hand zugezogen – mimimi\u2026<\/p>\n Fertig ist der Teig, wenn sich die Masse tr\u00e4ge als Klumpen vom Topfrand l\u00f6st. Theoretisch kannst Du es dann gleich so essen oder zum Warmhalten in Alufolie packen.<\/p>\n F\u00fcr Funchi Hasa wird die Masse ca. 1 cm dick auf ein Blech gestrichen und 15 Minuten bei 200\u00b0 im Ofen gebacken. Nach dem Erkalten in Streifen schneiden und frittieren. Dabei stellt sich ja dann immer folgende Frage:<\/p>\n Wenn Du die R\u00fcckseite eines Holzkochl\u00f6ffels ins hei\u00dfe Fett eintauchst und drumherum Bl\u00e4schen aufsteigen, hat es ca. 170\u00b0 Grad. Jetzt hat es genau die richtige Temperatur zum Frittieren. Falls das Fett schon raucht, ist es definitiv zu hei\u00df. Bitte nicht zu viele St\u00fccke auf einmal ins Frittiergef\u00e4\u00df geben, damit die Temperatur nicht zu sehr absinkt. Danach am besten kurz auf ein K\u00fcchenkrepp legen, damit das Fett ein wenig aufsaugt wird und servieren.<\/p>\n Bon Apetit!<\/p>\n (Kleine Anmerkung: In Bon Apetit steckt kein Rechtschreibfehler. So sagt und schreibt man das auf Papiamentu<\/a>.)<\/p>\n \u00dcbrigens sind mir Funchi auch schon missgl\u00fcckt und ich musste kurzer Hand auf eine andere Beilage zur\u00fcckgreifen. Aber wenn alles klappt, dann haben die Dinger wirklich Suchtpotential.<\/p>\n Mittlerweile habe ich einen original K\u00fcchenhelfer von der Insel, einen Palu di Funchi. Das ist ein R\u00fchrer aus Holz, der auf den ersten Blick ein wenig an einen Caipirinha St\u00f6\u00dfel erinnert. Er ist gute 36 cm lang und hat einen Durchmesser von 2,5 cm. Ab der Mitte ist der Stick zu zwei Seiten hin abgeflacht.<\/p>\n Traditioneller R\u00fchrstab Palu di Funchi aus Holz<\/p><\/div>\n Da der Maisgrie\u00df durch die Hitze immer mehr eindickt, wird auch das R\u00fchren immer schwerer. Deshalb sind Folgesch\u00e4den wie oben bereits erw\u00e4hnt nicht ausgeschlossen Der R\u00fchrstab tut da gute Dienste, da er viel griffiger ist als ein normaler, d\u00fcnner (Holz-)Kochl\u00f6ffel. Der Funchiteig ist \u00fcbrigens dann genau richtig, wenn der Palu von allein drin stehen bleibt.<\/p>\n Dieses n\u00fctzliche K\u00fcchenutensil habe ich bei einem unserer Streifz\u00fcge durch den Esperamos Supermarkt entdeckt. Die Bezeichnung \u201cPalu di Funchi\u201d neben dem Preisschild am Regal hat mir zun\u00e4chst nichts gesagt, au\u00dfer dass ich davor schon wusste, was Funchi sind. Daraufhin habe ich kurz gegoogelt, f\u00fcr was das Ding zu gebrauchen ist und schon lag der Palu im Einkaufswagen.<\/p>\n Bei meiner Recherche zum Palu di Funchi habe ich noch etwas gefunden: Nach alter Tradition \u00fcberreichte ein Mann seiner zuk\u00fcnftigen Braut einen Palu di Funchi als Zeichen f\u00fcr sein Vertrauen in ihre F\u00e4higkeiten als Hausfrau. Wenn sie ihn annahm, dann symbolisierte sie damit, dass sie diesen Verpflichtungen nachkommen w\u00fcrde.<\/p>\n Moderne M\u00e4nner von heute wissen, wie man einen Haushalt f\u00fchrt und wie sie Funchi zubereiten. Unser Freund Aldrich<\/a>\u00a0f\u00fchrt seinen Haushalt zusammen mit seinen beiden S\u00f6hnen. Er hat uns erz\u00e4hlt, dass er Funchi immer gleich blechweise macht und danach einfriert, damit sich der Aufwand lohnt.<\/p>\n Was die Tradition mit dem Palu anbelangt, habe ich mich bei unseren Freunden und Bekannten auf der Insel umgeh\u00f6rt: Bisher konnte diesen Brauch keiner best\u00e4tigen, aber wenn ich dazu etwas Neues erfahre, erg\u00e4nze ich das hier.<\/p>\nGrillbeilage<\/h3>\n
Rezeptflut zu Funchi<\/h3>\n
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Trick 17<\/h3>\n
Wann wei\u00df ich, dass mein Frittierfett die richtige Temperatur hat?<\/h3>\n
Handwerkszeug f\u00fcr Funchi<\/h3>\n
\u00dcberholte Tradition<\/h3>\n
Beilagen zur Beilage<\/h3>\n